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Leben & Lernen
Kleine Künstler lernen viel über die Farben

Leben & Lernen: Kleine Künstler lernen viel über die Farben
Malen macht Spaß - Brigitte Keller mit Jonas, Benno, Dustin, Rebekka, Philippa, Lara, Lukas und Timon (v.l.). Lorena fehlte gestern, weil sie krank war. FOTO: moll
Wermelskirchen. Eine schöne Tradition und immer gut besucht sind die Ferienmalkurse von Brigitte Keller. Die Künstlerin ist Mitglied im Kunstverein und kennt sich als Malerin bestens aus mit Pinsel und Farbe. Drei Kurse an jeweils drei Tagen bietet sie an - sie sind immer schnell ausgebucht. Viele farbenprächtige Werke schmücken bereits die Wände. Blumenbilder, ein großer Marienkäfer oder ein leuchtender Regenbogen sind schon entstanden.

Gestern steht das Thema Fahrzeuge auf dem Programm. Kleine Modelle von Baufahrzeugen, ein Fahrrad, ein Bus oder Autos dienen als Vorlage. Benno (7) hat einen blauen VW-Golf zu Papier gebracht - mit riesigen Rädern und damit vielleicht unbeabsichtigt den aktuellen Trend mit den großen Felgen getroffen. "So, jetzt muss ich noch die Achsen malen", sagt er. "Aber die Achsen kannst du doch von der Seite gar nicht sehen", kommt der Hinweis. Er überlegt und malt mit ein paar Pinselstrichen zwei dicke Alufelgen. Die Kinder erhalten viele Tipps und Anleitungen. Richtiges Sehen und auf die Größenverhältnisse achten - das ist wichtig. Und auch bei den Farben gibt es viel zu lernen. Gemalt wird ausschließlich mit den Grundfarben rot, blau und gelb.

"In der Schule malen wir ja mit einem Farbkasten. Da sind alle Farben ja schon fertig", erzählen die Kinder. Hier im Kursus müssen die einzelnen Farben gemischt werden. Und so lernen die Mädchen und Jungen, dass aus blau und gelb grün entsteht und man sogar ein dunkles grau selbst mischen kann. Mit schwarz und weiß wäre es einfacher, doch Brigitte Keller ist da anderer Meinung. "Schwarz macht alle Farben tot. Die Leuchtkraft geht verloren". In der Schule wird auch gebastelt und gemalt, erzählen Lukas (8) und Lara (7). Aber in der kleinen Galerie am Markt macht es doch mehr Spaß. Es gibt keine Noten, und die kreative Zeit ist nicht durch einen Stundenplan geprägt und eingeschränkt. "Ich brauche braun", ruft ein Mädchen. Sie möchte um ihre bereits fertigen Autos noch ein paar Bäume malen, und die Baumstämme sind nun einmal braun. Ein fertiges braun gibt es nicht aus der Tube, lässt sich aber auch aus den Grundfarben mischen. So lernen die Kinder ganz spielerisch und durch Ausprobieren etwas über die Farblehre.

"Der dritte Tag steht immer unter dem Jahresmotto des Weltkindertags", sagt Brigitte Keller. 2017 lautet es "Wir forschen und experimentieren". Dann wird nicht nur gemalt, sondern es entstehen Collagen, bei denen Rostfarbe und Spachtelmasse zum Einsatz kommen. "Das wird ein richtig spannendes, künstlerisches Experiment", glaubt sie. Und die Kinder werden ganz bestimmt etwas lernen und viel Spaß haben.

(wsb)
 
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