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Familie & Co.
Liedermacher Uwe Lal zieht 50 Kinder mit der Musik in seinen Bann

Wermelskirchen. Mit seiner Botschaft "Wir sind stark" erreichte der Kinderliedermacher Uwe Lal am Samstagnachmittag etwa 50 Kinder im Pfarrzentrum der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael. Schon im Vorfeld hatte Daniela Bornefeld, Leiterin des MiCADo-Chors, mit den Kindergartenkindern verschiedene Lieder aus Lals Repertoire eingeübt. Der Plan ging auf - die meisten konnten die Texte, schüchterne Kinder überredete Lal zum Mitsingen.

Die laute Geräuschkulisse im Pfarrzentrum St. Michael sprach für den Erfolg des 60 Jahre alten Liedermachers. Schon nach wenigen Augenblicken tanzte, klatschte und hüpfte sein junges Publikum mit ihm. Auch für die Eltern und Großeltern war das etwa eineinhalbstündige Programm unterhaltsam. Immer wieder scherzte Lal über die Unbeweglichkeit der Älteren. Sein Ziel war, den Kindern bewusst zu machen, dass sie mehr können als sie denken. "Wer kann hier was?", fragte er in die Runde, und als sich weder die Kinder noch deren Eltern oder Großeltern meldeten, wandte er sich an den Pastoralreferenten Stefan Haas: "Sie müssen mal ein paar aufmunternde Predigten halten, die Gemeinde will aufgebaut werden."

Lal kombinierte simple Liedtexte mit Turnübungen, durch die das eine oder andere Elternteil wacklig auf den Beinen wurde. Erwachsene schoben ihre Stühle zurück und legten die zu warme Kleidung ab. Für das Lied "Alarm an Bord", das von Robotern im Weltall handelte, bat er das junge Publikum, sich ganz starr hinzustellen, wie Roboter das eben tun. "Die Erwachsenen können sich einfach steif hinsetzen, das haben sie schließlich jahrelang geübt." Großes Gelächter. Als Lal, passend zum Lied "Trau dich raus aus dem Haus, mach den Fernseher aus", erzählte, dass seine eigenen Kinder während der Fastenzeit auf das Fernsehen verzichten mussten, waren die jungen Gäste zunächst entsetzt, sangen dann aber mit. Kritik daran, dass Kinder mit immer mehr Technik aufwachsen, band der Liedermacher immer wieder ins Programm ein.

Besucherin Diana Bublies lobte diesen Ansatz. "Ich sehe das genauso. Meine Tochter und ich haben hier viel Spaß." Privat geht es bei Familie Lal übrigens ruhiger zu als im Pfarrzentrum. "Ich mache viel Quatsch, aber meine Kinder wohnen ja nicht mehr zu Hause, dann ist das etwas anderes", sagte Uwe Lal.

(rbrt)
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