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Gut Gemacht
Lions Club spendet Kleidung für Flüchtlinge

Wermelskirchen. "Das ist ein kleiner Tropfen auf einen ganz heißen Stein", ist sich Wilfried Köplin vom Lions Club Wermelskirchen-Wipperfürth bewusst. Nichtsdestotrotz fühle sich der Lions Club unter dem Motto "We serve - wir dienen" dazu verpflichtet, sich aktiv für eine soziale und kulturelle Entwicklung der Gesellschaft einzusetzen. In Wermelskirchen werde eine "großartige Willkommenskultur gelebt" - und da wolle der Lions Club gerne mithelfen.

Gestern überreichten Köplin sowie Katrin Wagner und Heribert Riederer vom Lions Club 50 Freizeitanzüge an Katrin Bever (DRK-Leiterin der Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Wermelskirchen) und Iman Blume (Bevers Stellvertreterin). Stellvertretend für die 175 geflüchteten Menschen, die am Montag in der Mehrzweckhalle Dabringhausen ankamen, freute sich Masumeh Yeganeh.

"Die Flüchtlinge haben sich nur mit dem Nötigsten auf den Weg gemacht. Deshalb gehört die Ausstattung der Menschen mit frischer Kleidung neben der sozialen, medizinischen und hauswirtschaftlichen Versorgung zu den vordringlichsten Aufgaben", betonte Katrin Bever. Der Lions Club hatte seine Spende von 100 Freizeitanzügen (50 weitere gehen an die Flüchtlingsunterkunft in Wipperfürth) im Vorfeld mit dem DRK abgestimmt. "Eigentlich wollten wir Medikamente anschaffen, da ist die Versorgung aber gesichert. Als man uns sagte, dass Unterwäsche und Freizeitkleidung dringend gebraucht werden, haben wir uns für die Anzüge entschieden", sagte Köplin. Dem Lions Club war dabei wichtig, dass die Anzüge aus garantiert deutscher Produktion stammen. Köplin: "Wir wollen Gutes tun, dabei aber nicht möglicherweise Kinderarbeit in Asien unterstützen!" Als Grunewalderin kennt sich die neue Leiterin der Erstaufnahmeunterkunft in Dabringhausen bestens aus: "Seit der Ankunft der Menschen ist alles ruhig, wir haben eine gute Stimmung", sagte Katrin Bever.

Nach wie vor sei die Hilfsbereitschaft der Wermelskirchener groß. Und Rainer Hussels, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, fügte hinzu: "Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sind nach wie vor hochmotiviert im Dauereinsatz."

Für DRK-Sprecherin Svenja Kayser steht fest: "Das ist eine große Chance für das DRK, um die Bandbreite unserer Arbeit zu präsentieren und Mitglieder zu werben."

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(sng)