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Familie & Co
Multikulti beim Fest der Vielfalt im Bürgerzentrum

Wermelskirchen. Wermelskirchen zeigte sich am Sonntag von seiner buntesten Seite, als im Bürgerzentrum das erste Fest der Vielfalt gefeiert wurde: Mit mehreren hundert gut gelaunten Besuchern ein absoluter Erfolg, gab Koordinatorin Christiane Beyer von der Arbeitsgemeinschaft "Multikulturelles Zusammenleben" beim Anblick so vieler Menschen verblüfft und erfreut zu: "Das ist der Wahnsinn."

Ein buntes Familienfest feierten Jung und Alt, aus nah und fern, im Herzen der Stadt zusammen. Unter dem großen Stadtwappen hatten sie sich eingefunden. Der Anblick vieler Menschen unterschiedlicher Herkunft, die im Einklang einen schönen Nachmittag verbrachten, hatte den Charme eines großen internationalen Festes und diente der Identitätsstiftung, sagte Moderator Matthias Pahl. "Sollte euch jemand fragen, wo ihr herkommt, sagt einfach 'aus Wermelskirchen'."

Überall hingen kleine bunte Landesfahnen, bunte Ballons baumelten von der Decke, und im gesamten Saal roch es köstlich nach unterschiedlichen Gewürzen und frisch gekochten Gerichten aus aller Welt. Senioren saßen gemütlich beim Kaffee, Kinder tobten nebenan heiter an verschiedenen Spielstationen. Einige Erwachsene hatten sich für die Pantomime- und Trommel- Workshops in andere Räume zurückgezogen. Junge Flüchtlinge boten freundlich Getränke an, Familienväter und Mütter aus Syrien, Pakistan, Indien, Ägypten, Deutschland oder Albanien reichten am Buffet ihre selbst gekochten Gerichte. Die Besucher schauten sich neugierig um und probierten: "Mmm, das ist ja köstlich", schwärmte eine Besucherin ihrer Freundin vor, die gleich mal einen Happen von einer indischen Teigware probierte. "Du musst auch gleich noch den Reis aus dem Irak probieren", empfahl daraufhin die Freundin.

Auch Bürgermeister Rainer Bleek, Unternehmer Walter vom Stein und Sparkassen-Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schumacher probierten die vielen Köstlichkeiten auf der Bühne und mussten dabei erraten, aus welchem Land saftig gefüllte Weinblätter, knackige Kekse, schmackhafte Pasta-, Reis- und Spießgerichte wohl stammen könnten. Hier zeigte sich, dass es noch viel voneinander zu lernen gibt. Lediglich Schumacher ordnete ein Gericht richtig ein. Bleek und vom Stein ließen es sich dennoch schmecken.

Im Foyer durften auch alle anderen Besucher beim sogenannten "Eat-Dating" mitmachen und mit den Köchen selbst ins Gespräch kommen. Über den Gaumen verschiedene Kulturen kennenzulernen - das fand auch Besucher Rudi Großmann (54), der sich selbst als leidenschaftlicher Esser bezeichnet, spannend: "Besonders überrascht haben mich die Pakora, gefüllte Gemüseteigwaren, die in Indien zum Frühstück gereicht werden. Und ich muss feststellen, dass andere Länder viel schärfer würzen." Das Fest fand der Familienvater, der mit Frau Kerstin und Tochter Anna-Lena (15) gekommen war, sehr gelungen.

CRISTINA SEGOVIA-BUENDÍA

Quelle: RP
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