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Leben & Lernen
Museum auf Zeit in der Schwanenschule

Wermelskirchen. Als die Lehrerin eintritt, stehen die Schüler auf. "Guten Morgen, Fräulein Lehrerin!" ist aus allen Kehlen zu hören, der Unterricht kann beginnen. "Zeigt mir Eure Hände, damit ich sehen kann, ob sie schmutzig sind", fordert die Lehrerin nun in strengem Ton - und die Schüler leisten prompt Folge.

Im Jahr 2017 sind derartige Rituale wohl eher selten an Schulen anzutreffen. Als die Schwanenschule vor 125 Jahren gegründet wurde, waren sie jedoch Teil des Alltags - und am Samstag konnte man sich im Rahmen des Sommerfestes für ein paar Minuten in diese Zeit zurückversetzen lassen. Die Lehrerin wurde beim kleinen "Re-enactment" von einer Schülerin gespielt, und jeder Interessierte konnte als "Schüler" spontan am Schauspiel teilnehmen.

Eine große Zahl an Besuchern fand am Samstag den Weg in die Schwanenschule, wo alles ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums stand. Eine Woche lang hatten Schüler und Lehrer damit zugebracht, alles für den Festtag vorzubereiten. Nun präsentierten sie an zahlreichen Ständen ihre Arbeit - von Bildern über selbst gemachte Marmelade bis hin zu Stickereien "wie zu Omas Zeiten" gab es für interessierte Gäste viel zu entdecken. Mehrere Klassenräume waren zu einem "Museum auf Zeit" mit Exponaten aus früheren Jahrzehnten wie etwa alten Radios, Kaffeemühlen und Rechenschiebern umgebaut worden. Auch von den Schülern selbst zusammengetragene, historische Fotos und Texte waren ausgestellt. Auf der großen Bühne in der Aula wurden darüber hinaus Tänze aufgeführt - vor vollen Rängen, versteht sich.

Rektorin Katrin Wagner war sehr zufrieden: "Die Veranstaltung ist sehr gut besucht - und es sind längst nicht nur Eltern und Geschwister von Schülern gekommen", sagte Wagner. "Die Marmelade war nach 15 Minuten weg, obwohl wir wirklich eine Menge davon hatten", merkte die Rektorin mit einem Augenzwinkern an.

Für alle an der Organisation des Festes beteiligten Helfer - insbesondere für die "hochmotivierten Eltern" - hatte Wagner ein großes Lob übrig: "Es ist unglaublich, wie viele gute Ideen sie alle beigetragen haben".

(fre)
 
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