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Klassentreffen
Nach 50 Jahren das erste Wiedersehen

Wermelskirchen. Die zweite Generation der in Wermelskirchen eingeführten Handelsschule feierte jetzt nach 50 Jahren zum ersten Mal Wiedersehen. Auf auf eine Absage aus Krankheitsgründen kamen alle ehemaligen Handelsschüler des Schuljahrgangs 1964-1966 ins "Haus Hochstein".

Nach 50 Jahren erstmals ein solches Treffen zu organisieren, war keine einfache Aufgabe. Doch Initiator Werner von Tegelen hatte es geschafft und begrüßte als ersten Ehemaligen Hans-Werner Siebel, der aus Leipzig angereist war. Aus dem Münsterland kam Ulrike Heinen. Bis auf Ingrid Solibida (verh. Uhlenbrock), die aus gesundheitlichen Gründe absagte, waren 18 ehemaligen Schüler gekommen. Von Tegelen: "Besonders gefreut hat uns aber, dass wir auch unsere ehemaligen Lehrer Ferdinand Hammann, Armin Hoppmann und Dieter Klein in unseren Reihen begrüßen konnten." Lediglich Religionslehrer Gerhard Stallbaum hatte aufgrund seines Alters und der beschwerlichen Reise aus Oldenburg mit einem sehr persönlichen Brief abgesagt. Trotzdem wurde er in die Feier eingebunden: Ein Anruf, und die Ehemaligen sangen ihm ein Ständchen.

Die Begrüßung untereinander war sehr herzlich, auch wenn einige nicht auf Anhieb wiedererkannt wurden. Mit vielen Fotos und persönlichen Gesprächen "weißt Du noch" war die alte Vertrautheit schnell wieder vorhanden. Besonders die gemeinsame Reise nach London zum Abschluss der Schulzeit gab Anlass zu vielen Erinnerungen. Da war die Überfahrt mit der Fähre schon ein Erlebnis für sich. Bei Windstärke 8 bis 9 wurde doch der Anker gelichtet und die Fahrt begann mit reichlich Alkohol und mit mächtiger Seekrankheit. Von Tegelen erinnert sich: "Unsere Lehrer Hammann und Hoppmann hielten uns in London an der langen Leine und gestatteten uns viele Freiheiten." So erlebten die Schüler Ende der 60er Jahre Soho und die Carnaby Street. Höhepunkt waren Besuche in einer riesigen Disco und den Auftritten der Gruppen "The Hollies" und den "Small Faces". "Unsere Mädels wollten dabei den einheimischen Minirockträgerinnen nicht zurückstehen und hatten kurzerhand ihre Kleider und Röcke zur Minimode umgenäht."

(tei.-)
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