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Jecke Zick I
Närrische Seniorinnen in Grunewald

Wermelskirchen. Auch wenn sie als Leiterin des Seniorinnenkreises der Pfarrgemeinde St. Apollinaris in Grunewald beim gestrigen Nachmittag zum Seniorinnen-Karneval alle Hände voll zu tun hatte, konnte Hildegard Labenz gleich doppelt "jeck" sein: Sie feierte nämlich am Montag ihren 75. Geburtstag und spendierte den knapp 30 anwesenden Seniorinnen den Kuchen und die Schnittchen - so wurde die Damensitzung für Labenz gleichzeitig zu einer nachträglichen Geburtstagsfeier. Die Getränke stiftete Helena Kausemann, die genauso wie Hildegard Labenz zum Organisationsteam des Seniorinnen-Karnevals gehört. Ihr Anlass: Sie feierte im Oktober des vergangenen Jahres Goldene Hochzeit.

Gut gelaunt und mit lauten "Alaaf"-Rufen saßen die närrischen "Mädels" im Pfarrsaal beisammen, der in der Session besser als "Apollo" bekannt ist. Als "Hahn im Korb" saß Diakon Burkhard Rittershaus in der Runde. Mit stolzen 93 Jahren die älteste Teilnehmerin war Anni van der Lugt: "Ich bin wegen meiner Kinder, die inzwischen in Dabringhausen leben, von Leverkusen hierher gezogen und besuche den Seniorinnen-Karneval bestimmt schon seit 15 Jahren. Ich bin immer schon jeck gewesen - früher konnte meinen Mann und mich im Karneval keiner halten", erzählte sie mit einem Lächeln.

Neben dem geselligen Beisammensein im jeck dekorierten Pfarrsaal erlebten die bunt verkleideten Seniorinnen aus der "Bütt" einige Vorträge der Frauen- sowie der Männergemeinschaft von St. Apollinaris. Hildegard Labenz führte mit Helm, Karo-Hemd und Warnweste als Bauarbeiter kostümiert durch den Nachmittag. Dabei half ihr eine Glocke - "ich muss mich ja durchsetzen!", sagte die 75-jährige und lachte.

(sng)
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