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Gut Gemacht
Nagelstudio und Praxis ziehen um Flüchtlinge helfen beim Beladen der Hilfsgüter-Lastwagen

Wermelskirchen. Die Physikalische Praxis Petri und Nagelkosmetik Tina Bieker sind ab dem neuen Jahr an einer anderen Örtlichkeit in Wermelskirchen anzutreffen: "Wir ziehen um", teilen Tina Bieker und Jutta Petri mit. Sie ziehen von der Oberen Remscheider Straße 26 an die Eich 21. In den neuen Räumen sind sie ab Montag, 4. Januar, anzutreffen. Für Samstag, 2. Januar, ab 9.30 Uhr laden Jutta Petri, Uwe Vogel und Tina Bieker zu einem Sektumtrunk ein, dabei wollen sie die neuen Räume vorstellen.

Notleidende Kinder aus sozialschwachen Familien in Rumänien bekommen Hilfe von Flüchtlingen, die in Wermelskirchen untergebracht sind. "Die, die Hilfe bekommen haben, gaben selbstlos gern Hilfe für andere. Ein wahres Zeichen von Dankbarkeit und gegenseitiger Harmonie", teilt Hartmut Weiss vom Missionswerk Osteuropa "Er bleibt treu" mit, das wieder zwei Hilfstransporte für bedürftige Familien und Kinder im rumänischen Botosani organisiert hat.

Die Flüchtlinge halfen mit beim Beladen der beiden 40-Tonnen-Sattelschlepper mit verschiedenen gespendeten Hilfsgütern. Es war laut Weiss bereits das dritte Mal, dass sich Flüchtlinge an der Hilfsaktion für Rumänien beteiligten. "Eine freudige Botschaft in dieser Weihnachtszeit und zum Ausklang des Jahres", findet Weiss.

Das Missionswerk Osteuropa mit Sitz in Dabringhausen-Forthausen und Botosani/Rumänien organisiert seit mehr als 26 Jahren regelmäßig Hilfsgütertransporte nach Rumänien und Osteuropa.

Die Hilfsgüterverteilung und kontinuierliche Betreuung und Unterstützung sozialschwacher Familien,

insbesondere der Kinder aus diesen Familien, wird über das missionseigene Hilfezentrum in Botosani das ganze Jahr über durchgeführt. Die Leiter des Missionswerks sind die Dabringhausener Inge-Maria und Lutz Noack, sie haben es 1989 ins Leben gerufen. Durch ihr Engagement bei der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Wermelskirchen" weiß Inge-Maria Noack von der Notlage der Flüchtlinge. Menschen, die ihre Heimat und ihr gewohntes Umfeld mit nichts verlassen mussten und in einem fremden Land, in fremder Kultur unter fremden Menschen Hoffnung suchen. Deutschland, besonders die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis, nehmen die vielen Flüchtlinge mit viel Wärme und Hilfsbereitschaft auf, hat sie festgestellt.

Natürlich fragte sich die Leitung des Missionswerks bereits früh, ob die akute Dringlichkeit zur Hilfe für die Flüchtlinge die weniger spektakuläre, aber nicht weniger notwendige Unterstützung für die Notleidenden in Rumänien beeinträchtigen werde. Weiss: "Im Laufe dieses Jahres und insbesondere jetzt zur Weihnachtszeit bewies sich, dass geteilte Hilfe doppelte Hilfe ist."

Es kamen so viele Sachspenden zusammen, dass nicht nur ein 40-Tonnen-Sattelzug nach Rumänien fuhr, sondern sogar noch ein zweiter Lkw auf der Ketzberger Höhe beladen werden konnte und sich auf den Weg nach Rumänien machte.

(ser)
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