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"aqualon Trifft Wissenschaft"
Ökologische Qualität der Gewässer soll noch besser werden

Wermelskirchen. Wasser spielt im Bergischen Land eine wichtige Rolle. 90 Prozent der Gewässer in Deutschland haben aber noch nicht die von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderte gute ökologische Qualität. Was sich verbessern lässt, wo neue Chancen und Wege bestehen und wo Verbesserungsbedarf in der Umsetzung dieser Richtlinie gesehen wird, diesen Fragen gingen Experten im Rahmen der Veranstaltung "Aqualon trifft Wissenschaft" nach. Sie hatte der Verein Aqualon in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Landesverband der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall durchgeführt.

70 Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und der Praxis beteiligten sich an der Diskussion zu neuen Ansätzen und Impulsen für die Wasserrahmenrichtlinie, teilt der Rheinisch-Bergische Kreis mit.

In seiner Begrüßung stellte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke die Wichtigkeit der Ziele der Europäischen Wasserrichtlinie heraus. "Diese sind es wert, dass sie stringent von allen Beteiligten verfolgt werden und in der Öffentlichkeit die notwendige Akzeptanz bekommen. Gerade die Erfolge der Maßnahmen an der Dhünn sind beispielgebend."

In Vorträgen wurden neue Sichtweisen sowie Maßnahmen dargestellt, die dazu führen sollen, die ökologische Qualität der Gewässer weiter zu verbessern. Dabei ging es darum, welche Auswirkung die Vegetation im Randbereich von Gewässern hat, oder inwieweit Bürger, Landwirtschaft oder auch Verwaltung Synergien schaffen können. Auch Kosteneffizienz spielt eine Rolle. Am Ende waren sich alle einig, dass es für eine erfolgreiche Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie noch großen Forschungsbedarf gibt.

Hierfür soll unter dem Dach von :aqualon eine Diskussionsplattform geschaffen werden. Das Einzugsgebiet um die Dhünn soll zu einem Modellraum für eine nachhaltige Wasserwirtschaft werden. Ziel ist es, die Themen Wasserwirtschaft und Raumentwicklung innovativ weiterzuentwickeln und für eine breite Öffentlichkeit und Bevölkerung erlebbar zu machen. Um dies zu leisten, engagiert sich :aqualon in den vier thematischen Säulen Wirtschaft, Wissenschaft, Vermittlung und Erlebnis. Daher soll der Standort an der Großen Dhünn-Talsperre als außerschulischer Lern- und Lehrort genutzt werden, an dem Schüler sich praktisch mit Aspekten von Wasser auseinandersetzen. Die Landschaft um die Dhünn lädt zum Entspannen in der Natur ein, daher umfasst eine weitere Säule Naherholung und Tourismus.

in weiterer Aspekt ist, die Akteure der Wirtschaft künftig noch enger zusammenzubringen und somit die Chancen auch wirklich zu nutzen.

(BM)
 
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