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Gottes Bodenpersonal
Pastor Busche übergibt Staffelstab an Albert Esau

Wermelskirchen. Normalerweise läuft die Sache anders ab: Ein junger Pastor, der sein Vikariat vollendet hat, wird in eine andere Kirchengemeinde verabschiedet. Diesmal ist es genau umgekehrt. Dr. Bernd Busche, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Neuschäferhöhe übergab den "Stab" an seinen jüngeren Kollegen Albert Esau, der sein Vikariat schon einige Zeit hinter sich hat, aber trotzdem in Wermelskirchen geblieben ist. Die beiden verstanden sich sehr gut, waren auf einer Wellenlänge, was für die Kontinuität in der Gemeinde von großem Vorteil ist.

Bernd Busche wurde von seinem ehemaligen Kollegen Siegfried Wagner, der inzwischen auch in Rente ist, am Sonntag in einem Gottesdienst entpflichtet und kann nun in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Eigentlich ist er schon überfällig mit seinen 67 Jahren. Als man ihn 2007 nach Wermelskirchen berief, war er 58 und hätte nur bis 65 arbeiten müssen. Es ergab sich allerdings eine Situation, in der man ihn bat, noch eine Zeit lang zu bleiben, was er mit großer Freude tat. Die Anzahl von Jahren sagt nicht automatisch etwas über die Persönlichkeit eines Menschen, höchstens über seine körperliche Befindlichkeit. Was das anging, so hielten er und seine Frau Friedhilt sich mit ausgedehnten Wanderungen und Pilgerreisen fit. Viel wichtiger ist aber die geistige und geistliche Beweglichkeit eines Pastors, und damit war Bernd Busche immer am Puls der Zeit, hieß es am Sonntag. In seiner Festtagspredigt ging sein Freund Pastor Peter Muskolus auf dieses Thema ein. "Spiritualität und soziale Kompetenz sind heute die Grundlagen für ein vertrauensvolles Miteinander in der christlichen Gemeinde", befand Peter Muskolus. Wenn Vielfalt gelebt werde, müsse auch die Friedenskultur und die Vergebungsbereitschaft wachsen und somit eine wertschätzende Streitkultur. Bernd Busche sei auf diesem Weg ein Hirte mit einer großen Chance für die Gemeinde gewesen. Gott habe die Gemeinde durch ihn beschenkt.

Bernd Busche hielt eine kurze Ansprache, in der er Pastor Albert Esau nach vorn bat und ihm einen selbst geschreinerten Staffelstab übergab. Er hatte ihn mit einem Vers aus Josua 1 versehen, wo es heißt, dass er getrost und unverzagt sein soll, weil Gott mit ihm geht in allem, was er tut.

Auch wenn Busche in den Ruhestand verabschiedet wurde, so gedachte man ebenfalls seiner Frau Friedhilt. Die beiden werden der Gemeinde fehlen, hieß es am vergangenen Sonntag. Während der acht Jahre in Wermelskirchen seien viele Freundschaften gewachsen. Nach dem Gottesdienst gab es dann noch eine Gelegenheit, sich persönlich von den beiden zu verabschieden. STEFANIE HAUCK

Quelle: RP
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