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Szene
Prächtige Farben und ausgefallene Schmuckstücke

Szene: Prächtige Farben und ausgefallene Schmuckstücke
Die Künstlerinnen Bärbel Martha Hähnel (l.) und Renate Schwenteck stellen derzeit im Markt 9 aus. FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Unter dem Motto "Form trifft Farbe" eröffneten Bärbel Martha Hähnel und Renate Schwenteck am vergangenen Sonntag ihre Gemeinschaftsausstellung in den Räumen des Kunstvereins Wermelskirchen am Markt 9. Die Ausstellung lockte viele Kunstliebhaber, die neugierig ihre bewundernden Blicke von Werk zu Werk streifen ließen.

Wie Gemälde hingen die Werke der Künstlerin Renate Schwenteck an der Wand. Nur beim zweiten Hinsehen erkannte der Betrachter, dass es sich bei den Kunstwerken um äußerst originale Schmuckstücke handelte. "Trashcare" nennt Renate Schwenteck ihre Kunst, die aus den verschiedensten Fundstücken, ausgefallene Ketten aller Formen und Dimensionen entstehen lässt. "Ihre Schmuckstücke sind so konzipiert, dass der Träger selbst Teil eines Kunstwerkes wird", erklärt Bernhard Schulte in seiner Eröffnungsrede. "Ich liebe es, verschiedene Objekte und Materialien zu kombinieren" sagt die Künstlerin, die sich selbst als Verwandlerin bezeichnet und sich intensiv mit dem Thema "Wegwerfgesellschaft" befasst. Gegenstände, die in ihrer ursprünglichen Funktion längst ausgedient haben, erwachen in ihren Händen zu neuem Leben. Ihre Anfertigungen fordern den Betrachter heraus, zu erraten aus welchen Gegenständen ihre Ketten entstanden sind. "Dieser Anhänger ist ein defekter Salzstreuer, während diese Kette aus einer Suppenkelle und einer LKW-Plane besteht", erklärt Schwenteck. "Es ist erstaunlich zu sehen, woraus Kunst entstehen kann. Bei manchen Sachen, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass man daraus so schöne Schmuckstücke erstellen kann. Es ist wirklich sehr faszinierend", sagt Besucherin Aysegul Durur.

Leuchtende Farben charakterisieren die Malerwerke der Remscheiderin Bärbel Martha Hähnel. Ihr Hauptaugenmerk ist die Darstellung von Menschen in den verschiedenen Formen und Gestalten, mal abstrakt, mal in realistischer Malerei. Ihre Arbeiten tragen bewusst keine Titel. "Der Betrachter soll seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen. Jeder kann in meinen Bildern etwas anderes sehen. Das ist meine Auffassung von Kunst", erklärt die freischaffende Künstlerin. "Bei meinem kreativen Prozess spielt Spontaneität eine große Rolle", sagt sie. "Ich fange immer mit einer ganz bestimmten Idee an und am Ende kommt etwas völlig anderes heraus. Ich lasse mich gerne von meiner Kreativität leiten", sagt Hähnel, die für ihre Gemälde Großformate bevorzugt.

Die Ausstellung ist bis zum 26. November zu sehen. Die Öffnungszeiten: immer mittwochs und sonntags von 15 bis 17 Uhr.

(doho)
 
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