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Leben Und Lernen
Praxisnahe Aufgaben in der Berufserkundung

Wermelskirchen. Nach dem großen Erfolg im vorigem Jahr mit mehr als 8000 Schülern organisiert der Rheinisch-Bergische Kreis wieder die "Berufsfelderkundung". Beim ersten Termin gestern hatten 2300 Schüler die Gelegenheit, ganz praxisnah ihren Wunschberuf kennenzulernen. "In Wermelskirchen beteiligen sich 81 Betriebe, und 147 Schüler von der Real- und Hauptschule nehmen den ersten Termin wahr", sagt Alexander Schiele von der Pressestelle in Bergisch Gladbach. "Die Gymnasiasten kommen mit 144 Schülern beim zweiten Termin im April dazu. Deshalb suchen wir noch Betriebe, die mitmachen."

Bei der Firma Edgar Metallbau ist Ben Michael Kutscher (14) schon fleißig. Zusammen mit seinem Betreuer Michael Brosze haben sie eine Metallplatte geschnitten, die Kanten gebogen und Bohrungen vorgenommen. "Die Teile werden als Verkleidung für einen Messwagen benötigt", sagt Brosze. Es ist also nicht nur eine Beschäftigung, sondern eine ganz praxisnahe Aufgabe. Hauptschüler Ben gibt als Berufswunsch Metallbauer oder Landwirt an. "Durch die Verbindung mit den Maschinen passt das gut zusammen", sagt er. Bei der Berufsfelderkundung ist Edgar Metallbau zum ersten Mal dabei. "Praktikumsplätze bieten wir immer an", sagt Chefin Sylvia Schmidt. "Für die Erkundungstermine haben wir im April ein Mädchen auf der Liste mit dem Berufswunsch Metallbauer." "Und im Juli kommt ein Klassenkamerad hierher", ergänzt Ben Michael. Schmidt sieht diese Termine sehr positiv. "Über die Praktika haben wir schon Azubis gefunden, und manchmal gibt es dann daraus neue Mitarbeiter. Das alles ist eine gute Sache."

Die nächsten Termine stehen schon fest: 28. April und 4.Juli. Die Schüler können sich selbst einen Platz suchen oder werden auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises fündig. Auch Betriebe, die sich beteiligen wollen, können sich hier informieren und auch anmelden. "Die Abwicklung über die Datenbank ist besser", sagt Pressesprecher Schiele, "dann haben alle einen besseren Überblick über Angebot und Nachfrage".

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist Referenzkommune des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich Übergang von Schule zum Beruf und nimmt eine Vorreiterrolle im Land ein. Schüler und Betriebe informieren sich in der Datenbank des Kreises, www.berufsfelder-erkunden.de. WALTER SCHUBERT

Quelle: RP
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