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Vereinsticker
Radieschen ist seit zehn Jahren eine große Hilfe für die Kinder in Wermelskirchen

Wermelskirchen. Es war die letzte offizielle Aufgabe des früheren Bürgermeisters Eric Weik in Wermelskirchen: Er gab am Donnerstagabend den Vorsitz des Vereins Radieschen ab, der auf seine Anregung 2006 gegründet worden war. Anliegen des Vereins war, hilfsbedürftigen Kindern in Kitas und Schulen die Teilnahme am Mittagessen zu ermöglichen. Doch die Aufgaben sind in den zehn Jahren vielfältiger geworden, wie der Bericht von Geschäftsführerin Birgit Ludwig-Schieffers zeigte. "Neben der Unterstützung beim Mittagessen haben wir das Zirkusprojekt in der Katt unterstützt", sagte sie. Dafür wurden mit 13.700 Euro 63 Prozent der Kosten übernommen. Auch Flüchtlingskinder wurden unterstützt, bis ihr Status endgültig geklärt war. Zudem wurden das Handballcamp des TuS gefördert, Trikots finanziert und eine Literaturfahrt der Hauptschule ermöglicht. "Wir geben das Geld aus für die Kinder dieser Stadt", sagte Weik, "damit finanzieren wir in die Zukunft". Unverständnis zeigte Weik über die Tatsache, dass nicht alle Ratsmitglieder auch Radieschen-Mitglieder sind - bei 20 Euro Jahresbeitrag. Einige seien sogar ausgetreten. "Es ist der einzige Verein, der nur Gutes tut und nichts kostet. Da sollten parteipolitische Unterschiede keine Rolle spielen."

Nach Bericht der Kassenprüfer Manfred Schmitz-Mohr und Friedel Burghoff wurde der Vorstand entlastet. Zum neuen Vorsitzenden wurde Bürgermeister Rainer Bleek gewählt, Stellvertreter bleibt Jochen Bilstein, Geschäftsführerin Ludwig-Schieffers wurde wiedergewählt. "Wir haben 2015 doppelt so viel Geld ausgegeben wie 2014", sagte Bilstein. "Es ist Zeit, die Schatulle wieder zu füllen." Neue Mitglieder und Spenden werden benötigt, der Verein muss verstärkt in der Öffentlichkeit werben. "Dort, wo das Geld knapp ist, sind wir der Lückenfüller", sagte Bilstein. "Wir müssen nicht nach den strengen Regeln des Sozialgesetzbuches handeln."

Eine formlose E-Mail (radieschen@wermelskirchen.de) mit dem Anliegen reicht aus, um einen Antrag zu stellen. Selbst Eltern können für ihre Kinder eine Anfrage starten, wenn dieser von Lehrern oder Trainern unterstützt und befürwortet wird. Für dieses Jahr ist eine Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe geplant, auch das Zirkusprojekt soll im Oktober wieder stattfinden.

(wsb)
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