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Szene
"Rubber Soul" bringen der Katt für einen Abend den Beat zurück

Wermelskirchen. Man musste doch zweimal hingucken, denn eigentlich waren es doch die Beatles, deren Musik da von der Bühne im kleinen Saal der bestens gefüllten Kattwinkelschen Fabrik erklang. Klar - "A Hard Day's Night", "She Loves You" und "Drive My Car", unverkennbar. Aber wer war dieser Rastamann, der zwar John Lennons schwarzen Anzug trug und auch die typisch rhythmische Kopfbewegung des Beatles-Gitarristen drauf hatte? Und wer waren die anderen Pilzköpfe? Nun, es waren die vier Wermelskirchener Musiker der Beatles-Coverband "Rubber Soul", die am Freitagabend für einige Stunden den Beat in die Katt zurückbrachten.

Der Rastamann hieß Torsten Löhnert und gab mit Jürgen Lenkeit am Bass das Duo Lennon/McCartney bravourös. Unterstützt wurden die beiden von "Ringo" Bernd Alsdorf am Schlagzeug und "George" Heri Scherkenbach an der zweiten Gitarre. Und als "Rubber Soul", benannt nach dem gleichnamigen 1965er-Album der Beatles, das schon ein wenig die experimentelleren und weniger Rock'n'Roll-lastigen Beatles präsentiert, sorgten sie für einen Abend voller Hits, guter Laune - und ab und zu einer kleinen Geschichtsstunde in Sachen "unbekanntere Beatles-Songs".

Denn natürlich kennt jeder "Please Please Me", "Yesterday", "Eight Day's A Week" oder "I Saw Her Standing There". "Es gibt aber auch jenseits des blauen und des roten Best-Of-Albums jede Menge großartiger Beatles-Stücke", sagte Löhnert und kündigte schmunzelnd "Tell Me Why" an, einen Rock'n'Roll-Song vom Album 'A Hard Day's Night". Das Publikum in der Katt war erfreulich bunt gemischt: Von den kleinen Nachwuchs-Beat-Fans mit Ohrenschutz über Jugendliche, die wohl mal live hören wollten, was bei Papa und Mama im Plattenschrank steht, die Etwas-zu-spät-Geborenen, die sich voller Wonne tanzend und tänzelnd dem Rock'n'Roll hingaben, bis hin zu den in Ehren ergrauten Zeitzeugen der Beatle-Mania war im Wermelskirchener Publikum alles vertreten. Sie alle feierten die lokalen "Fab Four" nach allen Regeln der Kunst ab. Was bei der präsentierten Wundertüte an Songs, die wirklich allesamt als Klassiker durchgehen, auch absolut kein Wunder war.

Wer als Coverband ein Publikum will, das "ihm aus der Hand frisst" - der muss sich nur das Jahrhundertmaterial von John, Paul, George und Ringo so draufschaffen, dass es eine Freude zum Zuhören ist. Und das haben "Rubber Soul" mit Spaß, sauberen Harmonien und echter Spielfreude auf jeden Fall geschafft. Ein echter Punktsieg für "Rubber Soul".

(wow)
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