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Kinderonkologie Köln
Spenden helfen krebskranken Kindern

Wermelskirchen. Eine Charity-Gala zugunsten der Kinderkrebsforschung in Wermelskirchen - das war im vergangenen Jahr schon etwas Besonderes. Das Ergebnis übertraf alle Erwartung: Veranstalter Sascha Kabeck von der gleichnamigen Tanzschule überreichte 5075 Euro dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße in Köln. Dr. Dr. Aram Prokop, Leiter der Kinderonkologie, nahm die Spenden damals dankend entgegen. Neben der klinischen Tätigkeit forscht Prokop mit seinem Team an Therapien für als unheilbar geltende Kinder und hat damit in den vergangenen Jahren bereits hervorragende Ergebnisse erzielen können.

In den vergangenen 13 Monaten ist die Station der Kinderonkologie und -hämatologie an der Amsterdamer Straße komplett renoviert worden. Die Station wurde jüngst eröffnet. Sowohl viele Ärzte aus ganz Deutschland, die sich auf das Gebiet der Kinderonkologie spezialisiert haben, als auch zahlreiche Patienten und ihre Eltern nahmen an dieser Feier teil. Prokop war sichtlich gerührt von der unglaublichen Menschenansammlung: "Während des Klinikalltags steht man ständig unter Druck und nimmt die Dankbarkeit der betroffenen Familien gar nicht richtig war. Erst jetzt realisiert man, was für ein unglaublich positives Feedback man bekommt", sagte Prokop.

Sowohl für den Umbau der Station, als auch für die Forschungsarbeit sind Drittmittel zur Finanzierung notwendig. "Die Charity-Gala in Wermelskirchen hat ein großes Stück dazu beigetragen. Wir haben das Geld für die Therapieentwicklungen der Kinder eingesetzt, da für die jungen Patienten das Gesundwerden und nicht eine neue Station an oberster Priorität steht", betonte Prokop und fügte an: "Bei der Eröffnungsfeier habe ich Kinder umarmt, die einst als unheilbar galten und durch unsere individuellen Therapiemöglichkeiten geheilt werden konnten."

Die neuen Möglichkeiten auf der renovierten Station tragen nun neben einer geeigneten Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität der krebskranken Kinder bei: Die kleinen Patienten haben ein Spielzimmer bekommen, in dem sie sich zurückziehen können. Außerdem steht eine Therapie-Küche für Eltern und Kinder bereit, in der sie ihre eigenen Speisen zubereiten können. "Durch die Chemotherapie verändert sich der Geschmackssinn. Jetzt können die Kinder nach ihrem aktuellen Befinden essen", berichtete Prokop. Damit die Kinder in Bewegung bleiben, wurde ein Therapieflur in Form eines Kreisverkehrs errichtet, auf dem Bobby Cars und Dreiräder bereit stehen. Ein WLAN-Anschluss in den Zimmern hilft dabei, dass Schulkinder aktiv am Schulunterricht teilnehmen können. "Wir haben mit der neuen Station die bestmögliche Optimierung erreicht", betonte Prokop.

Die Eröffnungsfeier war für Prokop und sein Team "das Schönste, was man erleben kann". Nun hofft der Leiter der Kinderonkologie auf weitere Spendenveranstaltungen, um auch in Zukunft erfolgreich die Kinder zu therapieren. "In Wermelskirchen hat es mir so gut gefallen. Ich würde jederzeit wiederkommen", sagte Prokop. SINA MARIE HOPFF

Quelle: RP
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