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Szene Ii
"The Contenders" begeistern im proppenvollen "Markt 57"

Wermelskirchen. WERMELSKIRCHEN Ein Kneipenkonzert im typischen Sinne erlebten annähernd 150 Gäste beim Auftritt des amerikanischen Duos "The Contenders" im Restaurant "Markt 57" in Dabringhausen. Da hörten die einen der Live-Musik des Konzerts im großen Raum zu, andere hockten auf der idyllischen Terrasse und genossen in trauter Runde den lauen Abend - und wieder andere bevölkerten die Theke sowie die Tische im Schankraum.

"The Contenders" sollten dabei nicht als bloße Beiwerk verstanden werden, waren die beiden Musiker doch der Anlass für den überaus gut besuchten Abend - das Duo verstand es, die geneigten Zuhörer zu begeistern. Organisiert hatte das Konzert der Dabringhausener Thomas Busch, der "The Contenders" von Auftritten aus den vergangenen Jahren in Immekeppel kennt.

"Einmal im Jahr kommen die Musiker für zehn Tage nach Deutschland. Bei dieser Gelegenheit wollte ich für die beiden auch mal ein Konzert auf die Beine stellen", erklärte Thomas Busch im Gespräch mit unserer Redaktion die Vorgeschichte zu dem Auftritt.

In diesem Jahr war es dann so weit, ursprünglich sollte das Konzert in Bergisch Born stattfinden, wo es aber kurzfristig aus organisatorischen Gründen am Austragungsort scheiterte. Glücklicherweise fand sich mit "Markt 57" und der "Miteinander in Dabringhausen gGmbH" im Dorf schnell eine Lösung. "Miteinander"-Gesellschafter Reiner Aug freute sich: "Das ist das Beste, was uns passieren konnte." Und die "Miteinander"-Geschäftsführerin Michaela Mück-Hemmerich war genau wie viele Gäste völlig begeistert: "Es ist so bombastisch schön voll, dass wir an unseren Grenzen sind. Wir werden das jetzt neu ausprobieren und eine Reihe mit Kneipenmusik in , Markt 57' starten."

Vor den letzten Zugaben von "The Contenders" rief Mück-Hemmerich von der Bühne aus dem Publikum zu: "Ich glaube, keiner von euch bereut, dass er heute hier war?" Ihr schallte ein lautstarkes "Nein" als Antwort entgegen.

Mitsingen und Mitklatschen funktionierte beim "The Contenders"-Auftritt ohne weitere Aufforderungen der Musiker. Obwohl es im großen Raum fast berstend voll und entsprechend stickig-warm war, wiegten besonders die Damen ihre Hüften im Takt. Lautstarker Applaus und Jubelrufe spornten das Duo auf der Bühne immer wieder an.

Da konnte man eine Besucherin ihrer Freundin zuflüstern hören: "Der hat aber eine tolle Stimme." Gemeint war Sänger und Gitarrist Jay Nash, der mit Percussionist und Begleitsänger Josh Day seit 2012 die "Contenders" bildet. Fast andächtig konzentriert lauschten die Gäste der Mixtur aus Blues-, Rock-, Folk- und Country-Einflüssen, die eindeutig in der Tradition von Bob Dylan oder Pete Seeger stehen.

Mit ein wenig Ironie und humorvoll kommentierte der 72-jährige Willi, der seinen gekühlten Weißwein genoss, die Klänge: "Das ist typischer, amerikanischer Ur-Sumpf - Museumsmusik, die es vor 30 Jahren gegeben hat und auch noch in 30 Jahren geben wird." STEPHAN SINGER

Quelle: RP
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