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Ross & Reiter
Tierschützer retten den Wallach "Cracker" vor dem Schlachthof

Wermelskirchen. "Cracker" steht oben auf den Eipringhauser Feldern mit anderen Wallachen und freut sich des Lebens. Davon berichtet Elke Schimmek, die als eine von vielen Tierfreunden dazu mit beigetragen hat, dass der Wallach nicht zum Schlachthof gebracht wurde.

"Cracker" ist acht Jahre alt. Mit fünf Jahren ist er in den Vereinsschulbetrieb gekommen und trug Voltigierer ebenso wie Reiter. Dann bekam das Pferd gesundheitliche Probleme - und wurde laut Schimmek vom Verein ausgemustert.

Tierfreunde bekamen Wind davon, denn der achtjährige Wallach sollte zum Schlachthof gebracht werden. 500 Euro war der Schlachtpreis für das Pferd - in einer Sammelaktion unter Tierfreunden kamen 1000 Euro zusammen. Für 500 Euro wurde es vom Verein "freigekauft".

"Wir sind froh, dass der Reiterhof Jäger das Pferd genommen hat", berichtet Schimmek. Sie ist selbst Reiterin, aber nicht auf diesem Reiterhof. "Wir haben uns hier engagiert, weil wir dies als aktiven Tierschutz sehen", erzählt sie.

Elke Schimmek freut es besonders, dass der Reiterhof Jäger das Tier sofort aufgenommen hat. "Es ist noch in tierärztlicher Behandlung, denn es lahmt", weiß sie. Dafür würde auch das restliche Geld aus der Sammlung genutzt. "Ich finde es toll, dass die Familie Jäger den Wallach betreut. Schließlich fallen ja auch Futterkosten an, die keiner trägt." Mittelfristig soll "Cracker" auf jeden Fall mal wieder geritten werden - aber nicht mehr im Schulbetrieb. "Die Tochter der Familie Jäger soll wieder auf ihm reiten. Aber eben nur bei gemütlichen Ausritten." Bis der Wallach wieder gesund ist, kann er die Tage auf den Eipringhauser Feldern genießen.

(tei.-)
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