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TuS Wermelskirchen würdigt seine Ehrenamtler

Wermelskirchen. Während sich die Handballfans des TuS Wermelskirchen lautstark auf das letzte Saisonspiel der ersten Mannschaft gegen den SG Überruhr einstimmten, nutzten Vorstand und Übungsleiter die Zeit, um dem Vorsitzenden Norbert Galonska und seiner Stellvertreterin Dodo Zenker für deren langjährigen Einsatz zu danken. "Die beiden haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist", sagte Geschäftsführer Henning Faber, der die Überraschung gemeinsam mit anderen TuS-Verantwortlichen geplant und bis zuletzt geheim gehalten hatte.

Fabers Lob für die Vorsitzenden, die sich seit 25 Jahren für den Breitensportverein mit Schwerpunkt Handball einsetzen, war groß: "Sie haben dafür gesorgt, dass der TuS heute überhaupt noch existiert." Galonska erklärte, er habe den Verein 1991 in einem desolaten Zustand übernommen. "Seitdem ist unsere Mitgliederzahl zuerst von 70 auf 1100 geklettert. Heute haben wir 830." Im Schnitt investiert der Rentner täglich drei Stunden seiner Zeit in Aufgaben, die den TuS betreffen. "Das ist richtige Arbeit. Es ist nicht so, dass wir uns nur fünfmal im Jahr zu Vorstandssitzungen treffen und da dann ein bisschen quatschen", fügte Faber an. Galonska hofft, dass er dem Verein noch lange erhalten bleibt. "Im Moment geht es mir gesundheitlich gut, aber weitere 25 Jahre werde ich wohl nicht beim TuS bleiben können."

Dodo Zenker, die in diesem Jahr 70 wird, erklärte, sie habe schon häufiger darüber nachgedacht, sich allmählich aus der Vorstandsarbeit zurückzuziehen. "Aber eigentlich sage ich das auch schon seit 20 Jahren. Es fällt noch schwerer, wenn man so gelobt wird." Die stellvertretende Vorsitzende findet es wichtig, dass immer eine Frau im Vorstand sitzt, momentan ist sie beim TuS die einzige weibliche Kraft in der Führung.

"Ein Großteil unserer Mitglieder ist weiblich, und Männer und Frauen treffen Entscheidungen nach unterschiedlichen Kriterien. Dann ist es gut, wenn auch die Seite der Frauen repräsentiert wird. Wir sind ein Breitensportverein für alle und möchten, dass das so bleibt." Fände sich keine Nachfolgerin, würde die 69-Jährige ihr Amt aber auch an einen Mann abtreten.

Auf dem Feld ging es währenddessen hoch her. Das Handballspiel verlor die erste Herrenmannschaft aber am Ende mit 19:22 gegen den Gegner aus dem Ruhrgebiet und schließt die Saison auf dem neunten Platz in der Verbandsliga ab. "Wir sind zufrieden", sagte Dodo Zenker. Ein Aufstieg in höhere Spielklassen wäre kaum zu finanzieren. Für die kommende Saison plant der TuS Wermelskirchen eine reine Mädchenmannschaft in der E-Jugend ein. "Früher war Handball eine Männerdomäne, heute hat sich das aufgeweicht", sagte Zenker, die sich über den möglichen Zuwachs bereits jetzt freut.

M. EICKHORN

Quelle: RP
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