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Leben & Lernen
Überraschungsparty zum Abschied

Leben & Lernen: Überraschungsparty zum Abschied
Marie-Louise Lichtenberg (Mitte) wurde von ihren ehemaligen Schülern mit einer Überraschungsparty im Katt-Bistro in den Ruhestand verabschiedet. FOTO: Schuster
Wermelskirchen. Es war ein besonderer Tag für die Jugendlichen und ein Tag, von dem eine Person gar nichts wusste: Marie-Louise Lichtenberg. Die Lehrerin der Hauptschule, die in den Ruhestand geht, wurde jetzt von ihren ehemaligen Schülern mit einer von den Jugendlichen selbst gestalteten Überraschungsparty im Katt-Bistro verabschiedet. 40 Gäste kamen zu dieser besonderen Feierstunde - " und das zu Recht", wie Alexander Schuster und Timo Dinstühler stellvertretend für die Jugendlichen mitteilten.

Dank Lichtenberg seien zwei besondere Projekte entstanden: Zum einen der Leseclub, der 2006 von 13 Jugendlichen gegründet wurde, was schon vorher als Leseförderprojekt begonnen hatte mit Entstehen des Wermelskirchener Kinder- und Jugendliteraturpreises, der nach wie vor jedes Jahr vergeben wird. "Und zum anderen ein Projekt, was Frau Lichtenberg besonders ans Herz gewachsen ist, nämlich zum Thema Nationalsozialismus mit dem Namen "Gegen das Vergessen", woraus unter anderem die Fahrt nach Auschwitz 2008 entstanden ist", berichteten die ehemaligen Schüler.

Dies seien nur einige wenige Projekte von ganz vielen, die aus dem Engagement der Lehrerin hervorgegangen seien. "Wir danken Frau Lichtenberg für die vielen tollen Jahre, die sie den Schülern der Hauptschule und dem Leseclub beschert hat, und wünschen ihr eine schöne Zeit im Ruhestand." Bei der Feierstunde im Katt-Bistro wollten die Jugendlichen mit Lichtenberg zusammen den wohlverdienten Einzug in den Ruhestand der Lehrerin feiern. "Nun müssen Sie Ihr Hobby, Ihre Leidenschaft nicht immer in die Ferien schieben. Nun haben Sie genügend Zeit."

Bei der Überraschungsfeier schwelgten die Jugendlichen noch einmal in gemeinsamen Erinnerungen. Timo Dinstühler konnte sich genau daran erinnern, wie Lichtenberg damals in die Klasse kam. "Wir saßen in den Containern auf dem Schulhof der Grundschule. Sie erzählten uns strahlend, dass wir für den Deutschen Jugendliteraturpreis in die Jugendjury aufgenommen wurden. Als Sie uns damals von der bevorstehenden Arbeit erzählten, wusste noch niemand, wie viel Arbeit da eigentlich auf uns zu kam", erzählte er. "Es kamen Kataloge über Kataloge. Wir mussten Bücher aussuchen, die wir nicht einmal kannten. Entscheiden konnten wir uns nur in Betracht des Titels und des Covers." Ebenso erinnerte er sich an einige "Schlüsselmomente". Eine Sache sei besonders hängen geblieben: "Im Bus haben wir auf einer langen Fahrt ,Wahl, Wahrheit oder Pflicht' gespielt. Marcel nahm Pflicht und musste über das Mikrofon Frau Lichtenberg einen Heiratsantrag machen. Diesen lehnte sie jedoch dankend ab - sie war ja verheiratet beziehungsweise ist es immer noch", sagte und lachte.

(ser)
 
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