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Klassentreffen
Wiedersehen der katholischen Volksschüler nach 50 Jahren

Wermelskirchen. "Ich kam aus Düsseldorf in die sechste Klasse dazu", erzählte Hermann Kube, der das Klassentreffen der Katholischen Schule nach 50 Jahren organisiert hatte. Hier gab es für ihn damals eine erstaunliche Erkenntnis: "Es gab Mädchen in der Klasse!"

Er erinnerte sich jetzt noch ganz genauan Josefine Girciz, Monika Grimberg, Marlies Eitelbach und Anita Müller. Die vier wurden auch "das Kleeblatt" genannt, und der junge Hermann Kube war wahrscheinlich abwechselnd verliebt. "Zu dieser Zeit war es ja eine sehr konservative, katholische Schule", sagte Kube, "bis zur sechsten Klasse waren wir zusammen, danach wurden wir nach Mädchen und Jungen getrennt. Ich glaube, wir waren nicht so schwer zu handhaben, wie es heute bei den Schülern der Fall ist." Wer seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte, musste als Strafe eine Strophe von Schillers "Die Glocke" auswendig lernen. Und wenn es nicht funktionierte, konnten es auch mal zwei Strophen werden. Viele Ehemalige sind in Wermelskirchen und im Bergischen Land geblieben, die meisten sind mittlerweile Oma oder Opa. Die weiteste Anreise hatte Hans Gerd Küchelmann aus Berlin. Ein paar Ehemalige aus der Klasse sind bereits gestorben, deshalb sollen die künftigen Treffen in kürzeren Abständen stattfinden.

Eine schöne Anekdote hatte Kube noch zu berichten: "Damals wurden noch mit einem Klingelknopf die Pausen eingeläutet. Ich habe immer etwas manipuliert. Am Anfang zu früh gedrückt und das Ende der Pause immer etwas heraus gezögert. Es hat immer funktioniert. Vielleicht hat es niemand gemerkt oder vielleicht hat auch nur niemand etwas gesagt."

(wsb)
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