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Wermelskirchen
Stadtverwaltung warnt vor "Locky"

Wermelskirchen. Der Verschlüsselungstrojaner "Locky" verbreitet sich vor allem in Deutschland rasend schnell. In Neuss wurde bereits das Computernetz eines Krankenhauses infiziert und musste abgeschaltet werden. Auch die Stadt Wermelskirchen greift längst zu Sicherheitsmaßnahmen und hat ihre Mitarbeiter sensibilisiert.

"Die Gefahr steckt vor allem in den Mail-Anhängen", sagt der Leiter der IT-Abteilung, Lutz Betke. Mitarbeiter im Rathaus dürfen daher keine Anhänge von unbekannten Absendern öffnen. Denn in den meisten Fällen handelt es sich um Word-Dokumente mit eingebettetem Makro-Code. Auch dürfen Mitarbeiter auf keine Links in Mails von unbekannten Absendern klicken. "Die Mitarbeiter müssen darauf achten, dass es auch möglich sein kann, dass der Absendername gefälscht ist", sagt Betke.

Die oberbergischen Städte Hückeswagen und Wipperfürth haben inzwischen Konsequenzen aus dem grassierenden Virus gezogen und blockieren Mails mit Anhängen. Soweit geht aber Wermelskirchen nicht. Betke: "Bei der Stadt werden Mails mit Anhängen weiter zugestellt."

Die IT-Abteilung stehe in engem Kontakt mit dem kommunalen Rechenzentrum Citkomm Hemer, das mehr als 50 Kommunen betreut. "Wir haben bisher noch keinen Angriff aufs städtische Netz gehabt", berichtet Betke im Gespräch mit unserer Zeitung.

Besonders aufpassen vor diesem Trojaner müssen vor allem Bürger, die sich nicht so gut mit IT-Technik und dem Gebaren im Netz auskennen. Betke rät, auch im privaten Bereich sensibler mit Mailanhängen umzugehen. "Mails, die nicht zuzuordnen oder von einem fremden Absender sind, nicht öffnen und gleich löschen, dann auch gleich aus dem Papierkorb entfernen."

Vorsicht sollten Internetnutzer auch beim Surfen sein. "Es gibt inzwischen auch Verdachtsfälle, dass Webserver infiziert sind", sagt der IT-Fachmann.

Grundsätzlich wird empfohlen, die privaten Daten auf externen Netzlaufwerken (externe Festplatten) zu speichern, damit im Notfall ein Backup zur Verfügung steht.

(tei.-)
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