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Wermelskirchen
Starkregen - Böschung an Trasse sackt ab

Wermelskirchen: Starkregen - Böschung an Trasse sackt ab
Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs befreiten die Balkantrasse von dem Schlamm, so dass Radfahrer die Stelle wieder ohne Probleme passieren konnten. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Wermelskirchen. Die beim Brückenneubau an der K22 in Rattenburg angeschüttete Böschung hielt den Regenmassen am Dienstag nicht stand. Die Erde rutschte den Hang zur Balkantrasse hinunter. Die Statik der Brücke ist aber nicht gefährdet, der Radweg ist frei. Von Sebastian Radermacher

Radfahrer, die am Morgen auf der Balkantrasse in Richtung Bergisch Born unterwegs waren, mussten an der Rattenburg im Bereich der neu errichteten Brücke an der Kreisstraße 22 besonders vorsichtig sein. Denn Schlamm und Matsch versperrten ihnen vorübergehend fast die Durchfahrt, ein glitschiger Schmierfilm hatte sich auf dem Radweg gebildet. Die Ursache: Die im Zuge des erst vor drei Wochen abgeschlossenen Brückenneubaus angeschüttete Böschung hielt dem Starkregen in der Nacht zu Dienstag nicht stand und sackte auf einer Breite von etwa 1,50 Metern komplett ab.

Um 4 Uhr setzte in der Nacht der Starkregen ein. Die Böschung an der neu errichteten Brücke hielt den Massen nicht stand und sackte ab. FOTO: Nico Hertgen

Beamte der Kreispolizei, die in diesem Bereich der Trasse bei ihrer Präventionsaktion "Gemeinsam auf der Trasse! Aber sicher!" mit Radfahrern und Fußgängern ins Gespräch kommen wollten, bemerkten am Morgen den Erdrutsch und informierten den städtischen Betriebshof. Dessen Leiter Volker Niemz verschaffte sich mit einem Mitarbeiter vor Ort einen Überblick, sie beseitigten den Radweg von dem Schlamm und verständigten den Kreis, der für das Bauwerk an der K 22 (von der B 51 Richtung Buchholzen) zuständig ist.

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"Es war Pech, dass gerade jetzt dieser kurzzeitige, extreme Starkregen eingesetzt hat. Die Böschung konnte den Regenmassen nicht standhalten", berichtete Kreissprecherin Birgit Bär gestern auf BM-Anfrage. Es habe nichts mit mangelhafter Ausführung der Bauarbeiten zu tun, "es war nach so kurzer Zeit einfach alles noch nicht richtig verwurzelt", erklärte Bär und fügte an: "Die Statik der Brücke ist aber nicht gefährdet, es besteht auch keine Gefahr für Passanten, die Balkantrasse kann wieder ohne Einschränkung genutzt werden." Eine Fachfirma soll heute den entstandenen Schaden reparieren.

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Wie heftig es in der Nacht zwischenzeitlich geregnet hatte, verdeutlichen Zahlen des Wupperverbandes. Im Zeitraum von Montagmorgen, 9 Uhr, bis gestern Morgen, 6 Uhr, wurde an der Messstelle "Klärwerk Wermelskirchen" eine Niederschlagsmenge von 22,5 Litern pro Quadratmeter registriert. "Ab 4 Uhr hat es etwa eine halbe Stunde lang sehr stark geregnet", berichtete Monika Ebers, Sprecherin des Wupperverbands. Hochgerechnet auf eine Stunde wurde in dieser Zeit eine Intensität von 72 Litern pro Quadratmeter gemessen. "Das ist schon heftig, deutlich mehr als normal", betonte Ebers.

Da Wermelskirchen aber nur kurzzeitig von diesem Starkregen betroffen war, registrierten Polizei und auch Feuerwehr keine wetterbedingten Einsätze. "Wir mussten nicht ausrücken, es war ruhig", sagte Holger Stubenrauch, Leiter der Wermelskirchener Feuerwehr. Aufgrund des Erdrutsches an der Balkantrasse und der durchwachsenen Wetterlage gestern Morgen entschied die Polizei, die Präventionsaktion für mehr Sicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme an der Trasse kurzfristig abzusagen.

Wer mit der Polizei in Kontakt kommen möchte, hat dazu morgen, 11 bis 17 Uhr, an der Trasse die Möglichkeit - in Bergisch Born am Abzweig zum Radweg Richtung Hückeswagen, teilte die Polizei mit. Voraussetzung ist aber auch diesmal, dass das Wetter mitspielt und Regen ausbleibt. Und dann sollte auch die Anfahrt auf dem Panoramaradweg ohne Probleme möglich sein.

Quelle: RP
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