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Wermelskirchen
Stefan Leßenich will Bürgermeister werden

Wermelskirchen: Stefan Leßenich will Bürgermeister werden
Stefan Leßenich in der Stadt unterwegs: Als CDA-Vorsitzender beim Besuch von Bernhard Vogel, hier mit Wolfgang Bosbach (linkes Bild). Oder gemeinsam mit Christian Klicki am Wahlabend im Mai 2014, als die CDU 19 Mandate direkt zog. Leßenich mischt sich auch gern "hemdsärmelig" unter die Bürger, hier beim Frühlingsfest des Bürgerbusvereins mit Wolfgang Craen und Rainer Deppe. FOTO: Moll/Hertgen
Wermelskirchen. Gestern Vormittag nominierte der CDU-Stadtverbands-Vorstand den 35-Jährigen Sparkassenfachwirt. Leßenich möchte der erste hauptamtliche Bürgermeister werden, der in Wermelskirchen geboren und aufgewachsen ist. Von Udo Teifel

Gestern Mittag wurde es offiziell: Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes hat Stefan Leßenich als Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Die Basis soll dem einstimmigen Votum von geschäftsführendem und Stadtverbandsvorstand in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im April folgen und den 35-jährigen Sparkassenfachwirt als offiziellen Kandidaten für die Wahl aufstellen. Der Stadtverbandsvorsitzende Christian Klicki hat bereits seine Bündnispartner Bürgerforum und Grüne über die Entscheidung informiert. Dort will sich Leßenich demnächst vorstellen.

Nach der Kommunalwahl habe sich die CDU neu aufgestellt, meinte Klicki zu der Entscheidung, einen Wermelskirchener zu nominieren. "Wir sind nicht auf Fremde angewiesen. Stefan Leßenich soll der erste hauptamtliche Bürgermeister werden, der in Wermelskirchen geboren ist und lebt." Leßenich sei kommunikativ, fleißig und habe den Biss, sich in die Materie einzuarbeiten. Er sieht in seinem Fraktionskollegen einen Mann, der als Chef der Verwaltung auch die Politik einbinden werde.

Stefan Leßenich in der Stadt unterwegs: Als CDA-Vorsitzender beim Besuch von Bernhard Vogel, hier mit Wolfgang Bosbach (linkes Bild). Oder gemeinsam mit Christian Klicki am Wahlabend im Mai 2014, als die CDU 19 Mandate direkt zog. Leßenich mischt sich auch gern "hemdsärmelig" unter die Bürger, hier beim Frühlingsfest des Bürgerbusvereins mit Wolfgang Craen und Rainer Deppe. FOTO: Moll/Hertgen

Im Vorfeld dieser Entscheidung hätten Rainer Deppe als Kreisvorsitzender und er mit vielen möglichen Kandidaten gesprochen. "Die Zahl ist sicher zweistellig gewesen. Uns wurde aber schnell klar, dass eine interne Lösung favorisiert wird." Vor gut einem halben Jahr hätte man das erste Mal mit Leßenich gesprochen, "als wir dem Gesamtvorstand diese Personalie vortrugen, wurde es schon emotional".

Der junge Familienvater fühlt sich vom Vorstand getragen, aber durch viele Bürgergespräche motiviert, dieses Amt anzutreten. Denn als Erster stellvertretender Bürgermeister sei er viel unterwegs gewesen, viele Wermelskirchener hätten ihn aufgefordert, doch zu kandidieren, sagte Leßenich gestern im BM-Gespräch. "Es macht mir Spaß, mich für die Zukunft meiner Geburtsstadt und die Belange der Bürger einzusetzen. Und dafür muss man keine Verwaltungserfahrung haben."

Stefan Leßenich in der Stadt unterwegs: Als CDA-Vorsitzender beim Besuch von Bernhard Vogel, hier mit Wolfgang Bosbach (linkes Bild). Oder gemeinsam mit Christian Klicki am Wahlabend im Mai 2014, als die CDU 19 Mandate direkt zog. Leßenich mischt sich auch gern "hemdsärmelig" unter die Bürger, hier beim Frühlingsfest des Bürgerbusvereins mit Wolfgang Craen und Rainer Deppe. FOTO: Moll/Hertgen

Er sieht sich, sollte er gewählt werden, als erster Ansprechpartner der Bürger. "Ich habe als stellvertretender Bürgermeister viele Bürgeranliegen in die Verwaltung getragen." Netzwerke entstanden so, und viele Anliegen seien zum Abschluss gebracht worden. "Ich sehe mich in der Tradition von Heinz Voetmann. Der war ein Kümmerer. Und so möchte ich auch wirken." Dabei soll bei ihm immer die Bürotür für Bürger und Mitarbeiter vormittags offen stehen. "Ohne motivierte Mitarbeiter, die das offene Gespräch auch mit mir suchen, kann man keine Verwaltung führen." Für ihn steht fest: Der Bürger muss ins Rathaus zurückkehren.

Die Führung eines Unternehmens Stadt sei nicht alleinige Aufgabe eines Bürgermeisters. "Das geht nur mit einem kompetenten Verwaltungsvorstand und engagierten Abteilungsleitern, wobei immer der Bürgermeister das letzte Wort haben muss", sagte Leßenich.

Wichtig sei für ihn als Bürgermeister, die Isolation anderer Parteien zu beenden. "Der CDU ist das in den vergangenen Jahren gelungen. Das muss fortgesetzt werden. Es muss eine transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gremien und Verwaltung herrschen", sagte Leßenich gestern.

Drei erste Schwerpunkte nannte Leßenich: die Innenstadtentwicklung, die Attraktivität Wermelskirchens und die Wirtschaftsförderung. "Wir haben eine tolle Innenstadt, aber Wermelskirchen kann mehr." Hierzu werde ein Leitbild benötigt, um auch dem demografischen Wandel gerecht zu werden. Er will auf jeden Fall die Lebensmittelversorgung auf dem Loches-Platz sichern.

Auch die Attraktivität müsse gesteigert werden. "Wermelskirchen muss eine familienfreundliche Stadt werden. Deshalb muss ein Weg gefunden werden, junge Menschen zu binden." Dabei müsse Wermelskirchen noch besser vermarktet werden.

Auch die Wirtschaftsförderung sei nicht aktiv genug. Unternehmen, so habe er oft in Gesprächen vernommen, fühlten sich nicht gut betreut. Das solle sich ändern.

Er lädt die anderen Fraktionen im Stadtrat ein, gemeinsam mit ihm am Programm für die nächsten fünf Jahre zu arbeiten. Dies auf der Grundlage des Bündnispapiers. Er sei aber gern bereit, neue Visionen und Themen aufzunehmen.

Klar ist für Leßenich, dass er nicht wegen seiner Kandidatur seine bisherigen Ämter aufgeben. So ist er unter anderem Vorsitzender der CDA Wermelskirchen.

Quelle: RP
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