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Wermelskirchen
Straßenreinigung erfolgt laut Stadt nur noch nach Bedarf

Wermelskirchen: Straßenreinigung erfolgt laut Stadt nur noch nach Bedarf
Seit 2014 nutzen Wermelskirchen und Burscheid gemeinsam dieses Fahrzeug für die Straßenreinigung. FOTO: teifel
Wermelskirchen. Ein großer Teil der Wermelskirchener geht immer noch davon aus, dass einmal pro Woche ein Fahrzeug der Stadt die Straßen reinigt - das ist ein Irrtum, wie Tiefbauamtsleiter Harald Drescher im Ausschuss für Umwelt und Bau betonte. "Viele Anlieger beschweren sich. Fakt ist aber, dass die Straßenreinigung nur noch nach Bedarf erfolgt." Dies sei in der Straßenreinigungssatzung festgelegt. Von Sebastian Radermacher

Drescher kündigte an, dass die Verwaltung die Bürger umfassend über das Thema informieren werde. Ein Problem sei zum Beispiel, dass der Satzungstext für Laien teilweise nur schwer zu verstehen ist.

Mit der interkommunalen Zusammenarbeit seien Wermelskirchen und Burscheid zufrieden. Seit Anfang 2014 teilen sich beide Städte ein Reinigungsfahrzeug (BM berichtete). Nach einer gründlichen Komplettreinigung aller Straßen mit dem neuen Kehrfahrzeug habe sich herausgestellt, dass der Schmutzanfall so gering ist, dass eine erneute Reinigung erst nach etwa vier bis fünf Wochen notwendig sei. Drescher: "Somit konnten die Wocheneinsatzstunden für die geregelte Reinigung im Laufe des Jahres reduziert und die Intervalle angepasst werden."

Mit Beginn dieses Jahres wurden die Einsatztage der Kehrmaschine geändert. Wurden die Straßen in Wermelskirchen zuvor immer mittwochs bis freitags gereinigt, so ist das Kehrfahrzeug mittlerweile donnerstags bis montags in der Stadt unterwegs. Der Vorteil: Neben der normalen Straßenreinigung kann die Kehrmaschine auch während oder nach vielen Wochenend-Veranstaltungen eingesetzt werden.

Im ersten Jahr der gemeinsamen Kehrmaschinen-Nutzung musste die Stadt knapp 104 000 Euro für die Straßenreinigung zahlen (u.a. Lohnkosten, Reparaturen, Schulungen, Kraftstoffkosten, Versicherung). Burscheid beteiligt sich mit 35,5 Prozent an den Betriebskosten. Der Mehraufwand für Wermelskirchen im Vergleich zum Jahr 2013 - als noch die Firma Remondis zuständig war - lag bei etwa 11 000 Euro. Laut Drescher fielen im ersten Jahr einige Kosten an, die in den Folgejahren wegfallen oder sich reduzieren, zum Beispiel für Mitarbeiterschulungen oder die erhöhte Grundreinigung. Während Wermelskirchen Mehrausgaben hatte, sparte Burscheid bereits im ersten Jahr 19 Prozent ein. Der Tiefbauamtsleiter begründete dies mit unterschiedlichen Remondis-Verträgen, die Berechnungsgrundlage sei unterschiedlich gewesen. Für 2015 kalkuliert Drescher mit einer Einsparung von etwa 6000 Euro.

Quelle: RP
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