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Wermelskirchen
Sturm weht Besucher in die Geschäfte

Wermelskirchen: Sturm weht Besucher in die Geschäfte
Freuten sich trotz des teils stürmischen und regnerischen Wetters über einen gemütlichen Bummel durch die Innenstadt: Friedhelm Wendel mit Enkelin Lucia (6) und Mutter Janine de Miguel. FOTO: jürgen moll
Wermelskirchen. Einige fliegende Händler packten noch am Vormittag wieder ihre Sachen. Der Sturm lieferte keine guten Vorzeichen für Einkaufen á la carte. Die Bilanz fiel am Ende trotzdem positiv aus: Die Einzelhändler freuten sich über Hochbetrieb. Von Theresa Demski

In vielen Geschäften gab es gestern kein Durchkommen. Kinder stöberten in Bilderbüchern, Kunden machten sich auf die Suche nach warmen Winterschuhen oder ersten Weihnachtsgeschenken. "Wermelskirchen á la carte" entpuppte sich als Erfolg. Auf den ersten Blick hatte es am Morgen in der Innenstadt noch ganz anders ausgesehen: Fliegende Händler hatten gegen den Sturm gekämpft, Vereine mit Zelten gerungen.

"15 Prozent haben ihre Sachen gepackt und sind wegen des Wetters wieder gefahren", berichtete André Frowein, WIW-Geschäftsführer. Das sorgte am Ende dafür, dass die Straßen etwas leerer wirkten als bei anderen verkaufsoffenen Sonntagen. Aber diejenigen, die blieben, wurden am Nachmittag belohnt.

Ob kulinarische Köstlichkeiten, warme Mützen und Handschuhe, ein Gläschen Rosé oder türkische Spezialitäten der Ditib-Gemeinde, eine Begegnung mit Helfern des Technischen Hilfswerks oder von "Willkommen in Wermelskirchen": Am Straßenrand engagierten sich trotz des Wechselspiels von Regen und Sonne Vereine und Händler. Zu einem Stopp auf dem Loches-Platz luden Tänzer, Musiker und vor allem Oldtimer der "Bergisch Classic" ein.

Traktoren, alte Feuerwehrautos, Käfer, BMW: Die Besucher lauschten den Motoren, blickten unter Hauben und kamen mit den Besitzern der Schätzchen ins Gespräch. Währenddessen bezogen die Musiker der Wupper-District-Pipe-Band ein paar Meter weiter Aufstellung und sorgten mit ihren Dudelsäcken für ungewohnte Töne.

"Wir sind zufrieden", stellte am frühen Nachmittag André Frowein fest und sprach den meisten Einzelhändlern aus der Seele - Wetter hin oder her. Sobald es draußen ungemütlich wurde, füllten sich die Geschäfte. "Und die Menschen bringen Zeit mit", stellte Johannes Schnütgen fest und sah sich hochzufrieden in seinem vollen Schuhgeschäft um. Viele kämen auf einen Kaffee vorbei.

"Und ganz ehrlich, wenn die Leute kalte Füße bekommen, dann denken sie daran, dass sie noch warme Schuhe für den Winter brauchen", sagte der Schuhhändler fröhlich und freute sich über den guten Umsatz.

Der sorgte auch für ein breites Strahlen auf dem Gesicht von Ines Engelke in der Buchhandlung Marabu. "Kaum hatten wir um 13 Uhr unsere Türen geöffnet, strömten die Menschen in den Laden", berichtete die Buchhändlerin. Und sie entdeckte: Viele Kunden machten sich auf die Suche nach ersten Weihnachtsgeschenken.

"Die Stimmung ist super", freute sich Ines Engelke. Die Kunden hätten viel Zeit und Ruhe zum Stöbern, würden aber auch fleißig einkaufen. So ließ sich dann auch der unheilvolle Start in den Tag vergessen.

Quelle: RP
 
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