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Wermelskirchen
Supermärkte bleiben an Heiligabend geschlossen

Wermelskirchen. Die Kaufleute in Wermelskirchen sind sich einig. Ob Rolf Harbring oder Rainer Wünsch, ob Rewe, Edeka, Aldi oder Lidl: In der Stadt ist die Entscheidung gegen eine Öffnung der Geschäfte an Heiligabend gefallen.

Obwohl der Feiertag auf einen Sonntag fällt, hätten Geschäfte bis 14 Uhr, aber höchstens drei Stunden öffnen dürfen. Die Gewerkschaften und Kirchen hatten laut protestiert. In Wermelskirchen immerhin wurde dieser Protest gehört - oder war gar nicht nötig. Während Aldi und Lidl bereits im vergangenen Monat verkündet hatten, sie würden der Mitarbeiter zuliebe die Türen an Heiligabend geschlossen halten, bestätigen auf Nachfrage auch die Kaufleute des Rewe-Marktes und der Edeka-Märkte in Wermelskirchen diese Einstellung.

"Noch bevor das Schreiben von Edeka mit dem Hinweis kam, dass jeder selbst entscheiden müsse, ob er Heiligabend öffne, hatten wir unsere Entscheidung schon getroffen", sagt Rainer Wünsch, Inhaber des Edeka-Marktes in Dabringhausen. "Wir haben geschlossen", sagt er, "die Mitarbeiter haben frei." Genauso verfährt Rolf Harbring in seinen Edeka-Filialen in Tente und in Belten. "Wir sind eine Genossenschaft, also entscheidet jeder selbst", erklärt der Edeka-Pressesprecher.

Auch bei Rewe darf jeder Markt selbst wählen, ob er an Heiligabend öffnet. "Dazu finden intensive Gesprächen zwischen Marktleitern und Mitarbeitern statt", sagt Pressesprecherin Julia Hertin auf Nachfrage. Die Märkte würden ihre Kunden dann rechtzeitig vor Heiligabend über die Entscheidung informieren. Nach BM-Informationen scheint die Entscheidung in Wermelskirchen bereits festzustehen: Der Mitarbeiter zuliebe soll der Verbrauchermarkt an der Victoriastraße geschlossen, verlautet es aus dem einzigen Wermelskirchener Rewe-Markt.

Und damit dürfte es am Vormittag des Heiligabends ruhig bleiben in der Stadt. Denn über die Vorschriften für Supermärkte hinaus sind die Regeln des Gesetzgebers streng: Von den Sonderöffnungszeiten dürfen in NRW nur Geschäfte Gebrauch machen, die "überwiegend Lebens- und Genussmittel" verkaufen. Damit stellt sich für viele Einzelhändler in der Stadt die Frage nach der Öffnung an Heiligabend gar nicht.

"Es gibt bisher auch keine gemeinsame Aussage zu diesem Thema", sagt Sylvia Mundstock von "Wir in Wermelskirchen" auf Nachfrage dieser Zeitung. Grundsätzlich müsse aber natürlich jeder Händler selbst entscheiden.

(resa)
 
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