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Wermelskirchen/Forst
Tausende feiern in der Partnerstadt

Wermelskirchen/Forst: Tausende feiern in der Partnerstadt
Zum Konzert der Band "Die Prinzen" strömten die Forster und viele Gäste auch aus dem Umland auf den Platz zwischen Hauptbühne und Nikolai-Kirche.
Wermelskirchen/Forst. 750 Jahren Forst - zu diesem Ereignis reiste auch eine Delegation aus Wermelskirchen in die Partnerstadt. Die Gäste aus dem Bergischen genossen bei schönstem Wetter eine mehrtägige Party rund um die Nikolai-Kirche in der Innenstadt. Von Stephan Singer (Texte und Fotos)

Er ist ein Kind aus Wermelskirchens Partnerstadt Forst: Für die Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag der Rosenstadt übernahm Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke die Schirmherrschaft. Gemeinsam mit der Forster Rosenkönigin Stefanie I. und Bürgermeister Philipp Wesemann eröffnete Woidke das Jubelwochenende - das Trio prostete von der Hauptbühne direkt neben dem Kirmes-Festplatz an der St. Nikolai-Kirche den Publikumsmassen mit einem Forster Rosenbier zu.

Auf insgesamt fünf Bühnen, mit Auto-Schau und einem mittelalterlichen Jahrmarkt rund um die Nikolai-Kirche und buntem Treiben rund die Forster Feuerwache erstreckten sich die Jubel-Feierlichkeiten auf das gesamte Gebiet der Innenstadt von Wermelskirchens Partnerstadt - genug Gelegenheit auch für die Wermelskirchener, einen ausgiebigen Bummel zu genießen. Ein offenkundig regional typischer Unterschied: Während es in der Rollenstadt die Cocktail-Bars sind, die bei Stadtfesten "an jeder Ecke" mehr anbieten als man trinken kann, sind es in Forst die Bowle-Bars, die hoch im Kurs stehen.

Die Forster warten auf die Bands vor der Nikolai-Kirche.

Als musikalische Höhepunkte feierte das Publikum in Forst die Auftritte der Bands "Six" und "Die Prinzen" auf der Hauptbühne. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester aus Zilona Gora begeisterte dien brandenburgische Band "Six" mit Rock und Klassik unter dem Motto "Six goes ClasSix" das Publikum. Dem frenetischen Jubel des Publikums nach zu urteilen, sprach "Six"-Sänger den Menschen, die in einer Stadt leben, die nach der Wende über 12 000 Arbeitsplätze durch den Wegfall der Textil-Industrie verlor, aus der Seele: "Ich finde es zum Kotzen, dass die Leute ihr Land verlassen müssen, um einen Job zu finden."

In Sachen Besucherzustrom setzte der Auftritt der "Prinzen" noch einen drauf - waren es am Freitag etwa 8000, werden es am Samstag an die 12000 Gäste gewesen sein. Eine interessante Parallele dabei: Wie die "Prinzen" feiert die Städtepartnerschaft zwischen Forst und Wermelskirchen 25-jähriges Bestehen. Für die 26-jährige Jeanett Reck aus Forst und ihre Freundin Marlen Heinze (28) ist in jedem Fall klar: "Das muss jetzt jedes Jahr wieder so sein. Feiert Forst auf diese Weise - es müssen ja nicht gleich fünf Bühnen sein - kommen alle mit Sicherheit wieder!"

"Um 1930 kam angeblich jeder fünfte Anzug in Deutschland aus unserer Neiße-Stadt. Und um 1900 nannte man Forst werbewirksam 'Deutsch-Manchester'", erinnerte Bürgermeister Philipp Wesemann beim offiziellen Empfang zum Jubiläum der Stadt Forst vor etwa 400 geladenen Gästen, darunter auch die Delegation aus Wermelskirchen, an die Geschichte der Rollenstädter Partnerstadt: "Forst ist der Phönix aus der Asche. Zur Zeit befinden wir uns wieder aufgrund der enormen Einwohner-Verluste wieder im Stadt-Umbau."

Beim Empfang sprachen auch Vertreter von Forsts Partnerstädten - für Wermelskirchen der Verwaltungsvorstand und Beigeordnete Dr. André Prusa. Prusa entschuldigte Bürgermeister Eric Weik, unterließ es aber, dessen in Forst anwesenden Stellvertreter Theodor Fürsich zu erwähnen. Das stieß in den Reihen der Dellmann-Delegation übel auf: "Ein unmögliches Verhalten", ärgerte sich Petra Weber.

Quelle: RP
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