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Wermelskirchen
Teilzeitkraft verstärkt das Team des Quellenbades

Wermelskirchen: Teilzeitkraft verstärkt das Team des Quellenbades
FOTO: hans dörner (archiv)
Wermelskirchen. Mehrere Schließungen verärgern die Besucher. Von Solveig Pudelski

Für reichlich Ärger sorgten Schließungen des Quellenbades aus Krankheitsgründen, jüngst sehr kurzfristig: einen Tag vorher. Eine Leserin hatte die Schließungstage aufgelistet, weil sie öfter vor verschlossenen Türen gestanden habe, beklagt sie. Einige Schwimmer seien in die Bäder der Nachbarstädte ausgewichen.

Die Schließungen bedauere die Stadtverwaltung und die Bäderleitung sehr, sagte Andreas Voß, Amtsleiter für Jugend, Bildung und Sport, auf Nachfrage unserer Redaktion. Nun aber dürfte sich die Personalsituation entspannen. Der Stadt ist es gelungen, eine Teilzeitkraft einzustellen, die am Beckenrand mit Aufsicht führen kann. "Es handelt sich aber nicht um eine neue zusätzliche Stelle. Das würde die Kommunalaufsicht nicht zulassen", sagt Andreas Voß. Vielmehr habe es im Team seit Monaten eine Vakanz gegeben. Die Lücke habe man mit Kräften aus dem Vertretungspool schließen können, aber als dieser wegbrach, verschärfte sich die Personalknappheit im Hallenbad.

Nun wechselte eine Kraft aus dem Team auf die offene Stelle und machte damit eine Teilzeitstelle frei, die auf zwei Jahre befristet ist. Besetzt wurde sie nach Angaben von Badleiter Joachim Hagenbücher mit einer Rettungsschwimmerin, nicht einer Bäderfachkraft. Die seien derzeit auf dem Markt kaum zu bekommen, auch andere Kommunen suchten derzeit händeringend Bäderfachangestellte.

Joachim Hagenbücher wünscht sich, dass sich wieder Freiwillige als Aushilfen melden. Zu diesen zählten bisher Studenten und andere Menschen mit Rettungsschwimmer-Schein Silber und Erste-Hilfe-Schein. Aber es fänden sich kaum noch Leute, die bereit seien, diesen Job zu übernehmen und teilweise sehr kurzfristig einzuspringen, um im Bad mit Aufsicht zu führen.

"Wir brauchen zwei Aufsichtskräfte am Beckenrand", betont der Bademeister. Wer die Empfehlungen des Deutschen Fachverbandes missachte, begebe sich - juristisch betrachtet - auf dünnes Eis. Passiere etwas im Hallenbad, würden in erster Linie die Bademeister rechtlich belangt.

Das Team im Quellenbad besteht aus Mitarbeitern auf sechs Vollzeitstellen und drei Teilzeitstellen. "Die Soll-Stunden decken wir ab", sagt Hagenbücher. An der Situation in der Sauna ändere sich nichts, Aufgüsse können weiterhin nicht angeboten werden.

Quelle: RP
 
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