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Wermelskirchen
Telefon-Betrüger gehen der Polizei ins Netz

Wermelskirchen. Der Polizei ist ein Schlag gegen Telefon-Betrüger gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis gestern mitteilten, wurden am Montagabend ein 28-Jähriger und 29-Jähriger bei einer Geldübergabe festgenommen. Ein 82-jähriges Opfer war zuvor zwei Tage lang durch Anrufe vermeintlicher Polizisten regelrecht malträtiert worden. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand erhielt die Wermelskirchenerin seit vergangenen Sonntag teilweise stündlich Anrufe von falschen Polizeibeamten: Die verängstigte Frau wurde überzeugt, dass die Nummer -110 auf ihrem Display auf die echte Polizei hindeute.

Einbrecher seien auf dem Weg zu ihr nach Wermelskirchen. Selbst Bankmitarbeiter seien nicht vertrauenswürdig und stünden im Visier der Polizei, setzten die Betrüger ihr Opfer unter Druck. Sie vermittelten der Frau den Eindruck, dass ihr Vermögen auch auf dem Bankkonto nicht sicher sei. Sie wurde angewiesen, ihr gesamtes Geld und Schmuck zu übergeben. Am späten Montagnachmittag bekamen Ermittler der Kreispolizei einen entscheidenden Hinweis auf die bevorstehende Geld-/Schmuckübergabe.

Zivilfahndern und einem Hundeführer gelang es, ein verdächtiges Fahrzeug mit zwei Insassen zu identifizieren. Bei der Übergabe an der Wohnanschrift des Opfers klickten die Handschellen bei dem betrügerischen Duo. Die Beute konnte sichergestellt werden. Die Beschuldigten wurden einem Haftrichter vorgeführt. Am Montag hatte die Kreispolizeibehörde auch über unsere Zeitung vor Anrufen falscher Polizeibeamter im Bereich Wermelskirchen gewarnt.

Trotz der Festnahme warnt die Polizei weiter vor Trickbetrügern am Telefon.

(pd)
 
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