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Wermelskirchen
Theater im "Film-Eck" kommt gut an

Wermelskirchen: Theater im "Film-Eck" kommt gut an
115 Sitzplätze gibt es im "Film-Eck" - bei großer Nachfrage können 20 Stühle für die Theateraufführungen hinzugestellt werden. FOTO: Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Der Kulturverein ist zufrieden mit dem zurückliegenden Theater-Halbjahr. Die Auslastung der Vorstellungen liegt bei 94 Prozent. Zurzeit planen die Ehrenamtler um Peter Scheben die neue Saison - sogar für 2016/17 gibt es erste Ideen. Von Sebastian Radermacher

Peter Scheben ist die Vorfreude deutlich anzumerken, wenn er über die Planungen der neuen Theater-Saison spricht. "Am 17. September geht es wieder los", sagt der Vorsitzende des Kulturvereins. Die Motivation und Begeisterung für die ehrenamtliche Tätigkeit ist ungebrochen. Das Ziel ist klar formuliert: Der Kulturverein möchte Theater in Wermelskirchen langfristig erhalten. Dabei befindet er sich auf einem guten Weg, wie im Gespräch herauszuhören ist.

Vor allem die Entscheidung, sich nach dem Wegfall der Realschul-Aula als Spielstätte auf Theater auf kleinerer Bühne zu konzentrieren, scheint aufzugehen. "Wir sind zufrieden mit dem vergangenen Halbjahr", sagt Scheben zurückblickend. Die Aufführungen im "Film-Eck" seien von den Wermelskirchenern gut angenommen worden, die Rückmeldungen fast durchweg positiv gewesen. 115 Sitzplätze gibt es im urigen Kino der Familie Schiffler an der Telegrafenstraße, bei großer Nachfrage können 20 Stühle hinzugestellt und so die Kapazität erhöht werden. "Die Auslastung lag in der vergangenen Saison bei 94 Prozent", erzählt der Vorsitzende des Kulturvereins - "ein Zeichen, dass wir gute Arbeit leisten".

Auch in der neuen Theatersaison möchte der Verein von diesem Konzept nicht abweichen. "Wir wollen uns nicht auf eine bestimmte Richtung beschränken", sagt Vorstandskollege Manfred Schmitz-Mohr. Dies habe natürlich Vorteile, weil dadurch immer wieder neue Gäste gewonnen werden können. "Es birgt aber auch das Risiko, dass wir frühere Stammgäste verlieren", sagt Scheben. Aktuell hat der Kulturverein 51 Mitglieder, der Jahresbeitrag beträgt 14 Euro.

Nach dem Wegfall des Theaters in der Realschul-Aula habe sich viel verändert. "Bei den Aufführungen im ,Film-Eck' ist es jetzt lockerer, familiärer", findet Schmitz-Mohr. "Da können Besucher an der Bar auch mal ein Bier trinken." Außerdem sei das Programm anspruchsvoller. "Das ist für manche Leute vielleicht noch etwas fremd", sagt Scheben. Der Verein bemühe sich, bei den ausgewählten Stücken wieder einen bunten Mix zu bieten - egal ob Komödien, ernste Themen oder auch Shows mit viel Musik. Ein großer Vorteil: Peter Scheben und Vorstandskollegin Antje Buhl schauen sich - wenn möglich - alle Stücke selbst an, bevor diese auf der Bühne im "Film-Eck" präsentiert werden.

Der Verein verzichtet auf ein Abo-Angebot für die Theaterliebhaber. Jede Veranstaltung muss weiterhin separat gebucht werden. "Wir möchten keine geschlossene Gesellschaft werden", betont Scheben. Die Besucher sollen je nach Stück selbst entscheiden, ob sie kommen oder nicht. Eine frühzeitige Reservierung sei aus Planungsgründen hilfreich. "Besucher können sich aber auch spontan noch melden oder am Abend der Aufführung im Kino vorbeischauen", sagt der Vorsitzende. Er bezeichnet die kommende Saison immer noch als "Lernprozess". Es sei klar, dass noch nicht alles perfekt funktioniere. So gebe es zum Beispiel bald drei aufeinanderfolgende Ein-Personen-Stücke mit einer Frau als Hauptdarstellerin. "Das ist unglücklich und sollte eigentlich nicht passieren. Es lässt sich aber nicht anders umsetzen", verdeutlicht Scheben. Was dem Vorstandsteam wichtig ist: In Zukunft soll auch junges Publikum vermehrt angesprochen werden. Scheben hat ein gutes Netzwerk im Großraum Köln. "Dort gibt es viele Stücke, die auch für jüngere Besucher interessant sind", meint er.

Für die nächste Saison sind acht Stücke gebucht. Scheben treibt zurzeit sogar schon die Planungen für 2016/17 voran. "Ich habe bereits einige Ideen im Kopf", sagt er. Ein Besuch bei der nächsten Vorstellung am 17. September lohnt sich in doppelter Hinsicht: Neben guter Unterhaltung erhält ein Gast an diesem Abend eine kleine Überraschung. "Wir werden an diesem Abend den 1000. Theaterbesucher im Kino begrüßen. Wir lassen uns etwas einfallen", kündigt Scheben an.

Quelle: RP
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