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Wermelskirchen
Theatergruppe Hünger probt neues Stück

Wermelskirchen: Theatergruppe Hünger probt neues Stück
Das Stück "Alles in Butter" spielt in einem Pariser Appartement, in dem nichts läuft, wie es eigentlich soll. Die Laienspielgruppe trifft sich bis zu dreimal pro Woche zur gemeinsamen Probe im Gemeindehaus Hünger. FOTO: Nico Hertgen
Wermelskirchen. "Alles in Butter" werden die Laiendarsteller im März gleich sechsmal im Gemeindehaus Hünger präsentieren. Die Probe geht in die heiße Phase, zurzeit sind noch einige Darsteller krank. Der Erlös der Aufführungen wird erneut gespendet. Von M. Eickhorn

Wenn Laiendarsteller Stefan Maus um die Sengbachtalsperre spaziert, wirft er alle paar Schritte einen Blick in das Textbuch zu "Alles in Butter", einer Farce von Edward Taylor. Während seiner dreistündigen Streifzüge durchs Bergische prägt er sich die Passagen des Sir Clive Partridge ein, die er ab März vor Publikum spielen wird.

Die Proben für ihr neues Theaterstück halten die gesamte Laienspielgruppe Hünger auf Trab. Inzwischen kommen die Darsteller nicht nur am Freitag, sondern auch am Donnerstag und manchmal sogar am Sonntag im Gemeindehaus zusammen. Dort üben sie Texte und Zusammenspiel und besprechen, wie der Schauplatz des neuen Stücks aussehen soll. Wegen einer grassierenden Grippewelle und den Karnevalstagen, die ein paar Darsteller besonders jeck verbrachten, fielen allerdings einige Proben aus. "Und am Donnerstag ist die Luft schnell raus, weil wir am Freitag alle arbeiten müssen", berichtet Uta Lenz, die auch beim aktuellen Stück "Alles in Butter" wieder Regie führt.

Gut, dass alle Requisiten schon in einem Hinterzimmer des Gemeindehauses in Hünger bereitstehen. Da dieses bis zur ersten Aufführung am Freitag, 4. März, nicht anderweitig genutzt wird, ist es der Amateurtheatergruppe möglich, die Requisiten schon frühzeitig aufzubauen. Die Stellwände erhalten von einem Bekannten gegen zwei Eintrittskarten einen frischen Anstrich und bilden den Rahmen des Pariser Appartements, in dem "Alles in Butter" präsentiert wird.

Und in diesem Appartement läuft nichts, wie es soll. Unter anderem Birgit Fox macht Sir Clive Partridge, dem Mitglied der Europäischen Kommission, in der Rolle seiner Frau das Leben schwer. Wilfried Frowein, der einen Angestellten der britischen Botschaft in Paris spielt, gibt sich bereits in der ersten Szene alle Mühe mit dem Gast, der allerdings überhaupt nicht begeistert von seiner neuen Bleibe scheint.

Das Stück auszuwählen, dauerte lange. "Das Bühnenbild darf zum Beispiel nicht zu aufwendig gestaltet sein, weil wir das hier nicht umsetzen können", berichtet Uta Lenz. Erfreulich: Das, was von den Einnahmen nach Abführung der Gebühren an den Theaterverlag übrig bleibt, wird auch dieses Mal für einen guten Zweck gespendet.

Uta Lenz, die Darsteller sowie die Helfer "hinter den Kulissen" berichten von einer schwierigen Suche nach jungen Schauspielern. 25- bis 30-jährige Darsteller hätte die Truppe gerne in ihrer Mitte. Birgit Fox schwärmt davon, wie schön es wäre, ihre erwachsene Tochter und deren Freundinnen für die Laienspielgruppe zu gewinnen. "Dann könnten wir auch noch mal eine richtige Familiengeschichte spielen", sagt Fox.

Uta Lenz hofft jetzt, dass alle erkälteten Darsteller bis zur Premiere wieder genesen sind. "Falls jemandem die Stimme fehlt, spielen wir gegebenenfalls mit Mikrofonen. Ältere Leute im Publikum wünschen sich das immer. Wir bemühen uns aber auch so, laut und deutlich zu sprechen, denn eigentlich fehlt uns für Mikrofone oder Headsets die passende Anlage", sagt die Regisseurin. Die Proben gehen nun in die heiße Phase - sechs Auftritte stehen demnächst an. Über die Vorbereitungen habe das Ensemble beinahe den 45. Geburtstag der Theatergruppe Hünger vergessen, gesteht Uta Lenz.

Quelle: RP
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