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Wermelskirchen
Tierquälerei: Hunde in Anhänger gesperrt

Wermelskirchen: Tierquälerei: Hunde in Anhänger gesperrt
In einem viel zu kleinen Zwinger im eigenen Dreck wurde dieser Hund auf einem Grundstück in Wermelskirchen gehalten. FOTO: Peta
Wermelskirchen. Über ihren ersten, erfolgreich abgeschlossenen Einsatz in Wermelskirchen berichtet jetzt die bundesweite Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals). Seit Januar 2012 habe sich Peta bemüht, gegen einen eklatanten Fall von Tierquälerei auf einem verwahrlosten Hof in Wermelskirchen vorzugehen. Ein Informant, der nicht genannt werden möchte, habe Peta immer wieder auch mit Fotos auf die unhaltbaren Zustände auf dem Grundstück aufmerksam gemacht. Von Gundhild Tillmanns

Dort seien Hunde angekettet und in einem engen Pferdeanhänger eingesperrt worden. Hühner seien in winzigen Kisten und Hunde in viel zu kleinen Zwingern gehalten worden, berichtet Peta-Sprecherin Kathrin Eva Schmid. Mehrfaches Nachhaken habe nun nachhaltige Erfolge gezeigt. "Es wurden Laufleinen für die Hunde angeschafft und Schutzhütten aufgestellt. Die Hühner verfügen jetzt über ein Freilandgehege", bilanziert die Tierschutzorganisation die Verbesserungen, die aber noch einen Missstand offen ließen: Einer der Hunde sei immer noch in einem Zwinger untergebracht, der nicht der vorschriftsmäßigen Größe entspreche.

Halter seit längerem kontrolliert

Eingeschaltet war und ist aber vor allem auch das Kreisveterinäramt. Erst am Mittwoch gab es wieder einen Ortstermin mit einer Tierärztin des Kreises bei besagter Kleintierhaltung, wie Kreispressesprecherin Birgit Bär berichtete. Der Tierhalter sei dem Veterinäramt schon lange bekannt und werde regelmäßig kontrolliert. Die Tierhaltung dort werde immer mal wieder beanstandet, der Betroffene halte sich dann an die Auflagen, aber man müsse eben immer mal wieder nach dem Rechten sehen. "Wir behalten den Fall im Auge", betont die Kreispressesprecherin. Dankbar sei das Kreisveterinäramt natürlich für Hinweise, wie solche, die über die Tierschutzorganisation Peta auch in diesem Fall erfolgt seien. Bürger könnten sich aber auch direkt an das Kreisveterinäramt wenden, schlägt Bär vor.

Auch Peta will die Zustände auf dem Wermelskirchener Tier-Hof im Auge behalten und schließt künftige Kontrollbesuche nicht aus. Derzeit etwa 950 Fälle bundesweit betreut Peta nach Angaben seiner Sprecherin. Etwa fünf Meldungen pro Tag von Tierfreunden werden laut Kathrin Eva Schmid registriert. Denn die Organisation sei immer auch auf Hinweise, wie der genannte aus Wermelskirchen, angewiesen. Bei solchen Hinweisen auf Vergehen gegen das Tierschutzgesetz würden dann auch stets die zuständigen Kreisveterinärämter eingeschaltet, berichtet Schmid.

Hinweise auf Tierquälerei an Peta Deutschland, Benzstraße 1, 70839 Gerlingen, über www.petadeutschland.de, oder an das Kreisveterinäramt, Tel. 02202 132815 bzw. über www.rbk-direkt.de.

(RP/top)
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