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Wermelskirchen
Tote Finken an der Futterstelle entdeckt - Kreis gibt Hygiene-Tipps

Wermelskirchen. Wermelskirchener Tierfreunde, die Futter- und Wasserstellen für Vögel bereitstellen, sollten darauf achten, dass diese hygienisch einwandfrei sind. Denn sonst werden sie schnell zu Überträgern für verschiedene Krankheitserreger, warnt das Kreisveterinäramt. Kürzlich wurden im Kreisgebiet wieder mehrere tote Grünfinken an einer Futter- und Tränkestelle gemeldet.

Bei der Untersuchung der Tiere kam heraus, dass die Vögel sich mit einem Krankheitserreger, den "Trichomonaden", infiziert hatten. Dieser Erreger ist für Menschen ungefährlich. Grünfinken sind dafür aber offenbar besonders empfindlich, denn bereits 2013 war diese Erkrankung bei Grünfinken im Bergischen festgestellt worden. Daher weist das Veterinäramt erneut darauf hin, dass es wichtig ist, Futter- und Tränkestellen möglichst in einem hygienisch einwandfreien Zustand zu halten, damit sich keine Erreger verbreiten können. Eine Übertragung des Erregers findet an belasteten Futter- und Wasserstellen statt. Betroffene Vögel zeigen dann ein aufgeplustertes Gefieder und wirken apathisch.

"Eingerichtete Futter- und Wasserstellen für Wildvögel sollten regelmäßig ausgefegt und nach Möglichkeit auch mit kochend heißem Wasser gereinigt werden", rät Marlen Wildenhues, Mitarbeiterin des Veterinäramtes. Zudem sollte das Wasser an Tränkestellen täglich frisch angeboten werden. "So können sich die Erreger nicht so schnell verbreiten." Auch wenn der im Fall der Grünfinken nachgewiesene Erreger für den Menschen ungefährlich ist, sollte man dabei zum eigenen Schutz auch vor anderen Krankheitserregern stets Haushaltshandschuhe tragen.

Wenn tote Vögel an Fütterungen vorgefunden werden, bittet das Veterinäramt, die Fütterung und das Bereitstellen einer Tränke- und Bademöglichkeit vorerst einzustellen. Weitere Auskünfte gibt das Veterinäramt unter Tel. 02202 132815.

(ser)
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