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Wermelskirchen
Tourismus hat Zukunft

Wermelskirchen. Sparen und entwickeln – so sieht Bürgermeister Eric Weik seine Aufgabe im Jahr 2011. Er hält am Hotel-Projekt auf dem ehemaligen Kinderheim-Gelände fest, setzt aber auch stark auf die Gastronomie. Von Gundhild Tillmanns

Sparen sei zwar das große Thema für dieses und die kommenden Jahre, es bedeute aber nicht Stillstand: "Wir sparen, aber wir entwickeln auch. Und das Thema Tourismus ist ein Zukunftsthema, das uns die nächsten zwei Jahre ganz stark beschäftigen wird", kündigt Bürgermeister Eric Weik an. Die Weichen seien jetzt gestellt, den Radweg auf der alten Bahntrasse und die Dhünn-Hochauen zu entwickeln. Und damit werde eine ganz neue Zeit für die Gastronomie vor Ort anbrechen. "Das Hotelprojekt ist auch noch nicht vergessen, daran arbeiten wir weiter", kündigt Weik an. Wie berichtet, sucht die Stadt einen Investor, der auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskinderheimes ein Tagungs- und Wellness-Hotel bauen und betreiben möchte.

Belebung für die Gastronomie

Auch die Tatsache, dass Wermelskirchen auf dem Jakobs-Pilgerweg liegt, sieht Weik als Ansatz für weitere touristische Aktivitäten, vor allem auch im Beherbergungssektor.

Durch den Radweg, der fast ohne Steigung und Gefälle den Kölner Raum mit dem Bergischen verbinden werde, erhofft sich Weik auch Nahbereichstourismus aus der Großstadt. "Und wenn mehr Menschen hierhin kommen, dann wollen alle auch essen, trinken und vielleicht auch noch einkaufen", geht Weik von vielfältiger Belebung von Gastronomie und Einzelhandel aus. Dazu trage auch bereits das Landhaus Spatzenhof bei, das durch seinen Eintrag im "Guide Michelin" Wermelskirchen weithin bekannt mache.

Unter dem Schlagwort "sparen und entwickeln" steht auch die Verwaltungsstrukturreform im Rathaus, die allerdings in diesem Jahr laut Weik zunächst weitestgehend abgeschlossen sein wird. "Wir müssen jetzt erst einmal Ruhe einkehren lassen", sagt Weik. "Ich werde von unseren Mitarbeitern immer wieder gefragt, wann das endlich aufhört, denn in den vergangenen sechs Jahren sind bei uns tatsächlich zwei Drittel aller Ämter umstrukturiert worden", bilanziert Weik. Er antworte dann zwar, dass der Prozess der Veränderung auch bei einer Stadtverwaltung, so wie bei jeder anderen Firma, nie aufhören dürfe. "Wermelskirchen verändert sich und darauf muss sich auch die Verwaltung einstellen", fordert der Bürgermeister.

Dennoch seien jetzt mit der derzeitigen Ämterstruktur zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die die neue Gemeindeordnung ihm gegeben habe. "Nur durch dieses Instrument konnten Bernd Hibst als Kämmerer und Florian Lesske als Leiter des neuen Superamtes auch gegen den Stadtrat, dessen Mehrheit das nicht ermöglicht hätte, eingesetzt werden", verdeutlicht Weik die Unwälzungen in der Verwaltung.

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Quelle: RP
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