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Wermelskirchen
Umbau der Autobahn in Leverkusen soll Erleichterungen bringen

Wermelskirchen. Eine Zusatzspur für die Autobahn 1 durchs Leverkusener Kreuz soll Ende Juni fertiggestellt sein. Die Suche für Rastplatzstandorte geht unterdessen weiter. Von Susanne Genath

2024 hofft der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen NRW), mit dem achtspurigen Ausbau der Autobahn A 3 zwischen Leverkusen-Zentrum und Opladen beginnen zu können. Erste Umbaumaßnahmen im Leverkusener Kreuz laufen bereits. Denn die A3-Brücke im Kreuz hält im jetzigen Zustand - wie die Rheinbrücke der A1 - den Verkehrsbelastungen nicht mehr stand. "Die Zusatzspur auf der A1 von Burscheid aus in Fahrtrichtung Köln soll Ende Juni fertig sein. Sie ist für alle Autofahrer gedacht, die nicht auf die A3 abbiegen wollen", kündigt Straßen-NRW-Projektleiter Thomas Raithel an. Und sie soll staugeplagten Pendlern Erleichterung bringen. Ab gut einem Kilometer vor dem Leverkusener Kreuz wird sie in den Gegenverkehr gelegt, die übrigen Fahrstreifen werden dafür verengt.

Zur Sicherung der A3-Brücke gilt auf ihr bis zur endgültigen Umgestaltung des Kreuzes eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer, außerdem eine verengte Streckenführung von den problematischen Rändern weg hin zur Brückenmitte.

Weil die A3 südlich von Leverkusen-Zentrum bis Köln-Mülheim bereits achtspurig ausgebaut wird (und Anfang 2017 beendet sein soll), ist der Landesbetrieb immer noch auf der Suche nach einem Alternativstandort für den früheren Parkplatz Tilsit. Er befand sich zwischen dem Golfclub Leverkusen und dem Von-Diergardt-See. Dort wird die Fahrbahn in Richtung Golfclub verschwenkt, auf der Seite des Sees wurde ein Regenrückhaltebecken gebaut. "Wegen des angrenzenden Naturschutzgebietes gibt es keine Möglichkeit, irgendwo in der Nähe einen anderen Parkplatz zu bauen."

Dabei sei es dringend notwendig, die Zahl der Rastplätze für den zunehmenden Lastwagenverkehr zu erhöhen. "Wir sind in der ganzen Region auf der Suche nach geeigneten Standorten", berichtet Mario Korte von Straßen NRW. Dem Landesbetrieb zufolge gibt es derzeit etwa 6300 ausgewiesene Lastwagen-Stellplätze entlang der nordrhein-westfälischen Autobahnen. Zusätzliche 280 sollen dieses Jahr freigegeben werden. Bis 2025 würden noch 3700 Plätze benötigt. "NRW ist deshalb der Planungsgesellschaft Deges beigetreten", sagt Korte. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) sei im Zuge der Wende entstanden und befinde sich in öffentlicher Hand. "Alle neuen Tank- und Rastanlagen in NRW werden nun von der Deges geplant." Dazu gehört der angedachte neue Rastplatz an der Autobahn A1 irgendwo zwischen Leverkusen und Wuppertal.

Für die neue Rheinbrücke der A1 will der Landesbetrieb hingegen schon dieses Jahr - Baugenehmigung vorausgesetzt - die ersten Arbeiten ausschreiben. Die Bürgerliste Leverkusen hatte zwar beim jüngsten "Dialogforum" der Stadt erneut ihre favorisierte Kombination aus Tunnel für den Transitverkehr und Brücke für den Regionalverkehr ins Spiel gebracht - mit geringer Aussicht auf Erfolg. "Wir halten unsere Brückenvariante - auch unter dem Aspekt, schnell wieder den Lkw-Verkehr über den Rhein zu bringen - für die sinnvollste Lösung", sagt Thomas Raithel.

Quelle: RP
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