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Wermelskirchen
Umbau des Busbahnhofs beginnt im Juli

Wermelskirchen: Umbau des Busbahnhofs beginnt im Juli
FOTO: Dörner, Hans (hdo)
Wermelskirchen. Die Ausschreibung erfolgt in den nächsten Wochen. Der neue Bahnhof und auch die Arbeiten an der Bahnhofstraße sollen im Sommer 2016 fertig sein. Im Anschluss werden noch die Thomas-Mann-Straße sowie die Pfarrstraße erneuert. Von Sebastian Radermacher

Der Wermelskirchener Busbahnhof wird ab Sommer zu einer Großbaustelle. "Im Juli soll der Umbau des Bahnhofs sowie der Bahnhofstraße beginnen", teilt Tiefbauamtsleiter Harald Drescher auf Anfrage der BM mit. Der Umbau des Busbahnhofs sowie die Erneuerung der angrenzenden Straßen ist der letzte Teil des groß angelegten Innenstadtumbaus. Die Ausschreibungen erfolgen in den nächsten Wochen.

Die Bauarbeiten werden laut Drescher in mehrere Abschnitte unterteilt. Zunächst sind ab Juli der Bahnhof und die Bahnhofstraße dran. In weiteren Abschnitten folgen dann noch die Thomas-Mann-Straße sowie die Pfarrstraße. Sowohl der Bahnhof als auch die angrenzenden Straßen sind den ansteigenden Verkehrsbedürfnissen nicht mehr gewachsen. Der Ausbaustand entspricht den 60er Jahren. Von den Gesamtkosten für den Umbau - knapp 2,5 Millionen Euro - muss die Stadt einen Anteil von knapp 900 000 Euro übernehmen. Während die Nahverkehr Rheinland GmbH den Neubau des Busbahnhofs mit knapp 950 000 Euro fördert, beteiligt sich die Bezirksregierung Köln mit etwa 650 000 Euro am Umbau der angrenzenden Straßen. Die Zuweisung der Fördergelder gestaltete sich schwierig, da das Geld aus zwei Fördertöpfen bereitgestellt wird. Beide Fördergeber mussten sich abstimmen und prüfen, wer wofür zuständig ist. Daher hat sich der Zeitplan etwas nach hinten verschoben.

Im Juli soll es jetzt mit dem ersten Bauabschnitt losgehen. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr. Drescher geht davon aus, dass der neue Busbahnhof im Sommer 2016 fertig sein wird. Die betroffenen Anwohner wurden vor kurzem über die bald anstehenden Bauarbeiten informiert. Vor allem der Umbau des Bahnhofs ist kompliziert, weil der ÖPNV-Knotenpunkt an der Thomas-Mann-Straße erhalten bleiben soll. "Wir können nicht einfach den gesamten Busbahnhof für einen längeren Zeitraum komplett sperren", erklärt Drescher. Ziel sei es, auch während der Bauarbeiten die ÖPNV-Verbindungen aufrecht zu erhalten. Die Haltestellen müssen dafür in andere Bereiche verlegt werden. "Da müssen wir einiges improvisieren", gibt Drescher zu. In Abstimmung mit der zuständigen Baufirma und der RVK müsse man die beste Lösung für den jeweiligen Bauabschnitt finden. Der Tiefbauamtsleiter ist aber optimistisch: "Wir werden alles dafür tun, dass das ÖPNV-Angebot eingeschränkt erhalten bleibt." Positiv sei zum Beispiel, dass an der Thomas-Mann-Straße bereits zwei Haltestellen sind, die weiterhin genutzt werden können.

Der Wermelskirchener Busbahnhof ist in die Jahre gekommen (Foto oben), er wird ab Sommer umgebaut. Das untere Bild zeigt eine Illustration, wie der neue Bahnhof aussehen soll. FOTO: Ingenieurbüro Johannes Klee/Dörner (Archiv)

Entstehen soll ein moderner Busbahnhof, der vor allem auf die Bedürfnisse von Geh- und Sehbehinderten und von Rollstuhlfahrern zugeschnitten ist. So wird zum Beispiel eine akustische Anlage für Fahrgäste mit einer Sehbehinderung installiert, außerdem gibt es eine Art Tafel, an der blinde Fahrgäste ertasten können, auf welchem Bahnsteig ihr Bus abfährt.

Quelle: RP
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