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Wermelskirchen
Unterburg wird ab Oktober zur Sackgasse

Wermelskirchen. Hochwasserschutz: Ab Juni wird die Eschbachstraße in Unterburg für anderthalb Jahre zur Großbaustelle. Dies hat auch Auswirkungen für Pendler aus Wermelskirchen. Erst im Januar 2018 soll die Straße wieder zweispurig befahrbar sein. Von Guido Radtke

Die Eschbachstraße ist seit der Einführung der einspurigen Verkehrsführung in Unterburg ein Nadelöhr. Wenn der Eschbach tiefergelegt und die Stützmauern saniert sind, soll die Ampelregelung aufgehoben und die Verbindung zwischen dem Burger Bahnhof und der Wupperbrücke wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Bis das voraussichtlich im Dezember 2017 so weit ist, ist in Unterburg sowohl für Pendler aus Oberburg und Wermelskirchen als auch für die Anwohner im Bereich der künftigen Großbaustelle und des Mühlendamms mit Einschränkungen zu rechnen.

"Wir haben bei den Planungen bewusst darauf geachtet, dass die Eschbachstraße nicht über mehrere Monate komplett gesperrt werden muss", betonte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter auf der Bürger-Infoveranstaltung zum Hochwasserschutz. In Abstimmung mit dem Wupperverband, den Technischen Betrieben, den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke sowie dem ausführenden Ingenieurbüro Fischer sei ein Konzept entwickelt worden, dass die Anwohner in Unterburg so wenig wie möglich beeinträchtigen soll.

Durchgangsverkehr Ab Krahenhöhe beziehungsweise Burgtalstraße wird eine Umleitung über Westhausen und Müngsten ausgeschildert. In Remscheid-Viehringhausen wird an der B 229-Kreuzung eine Behelfsampel eingerichtet, um Autofahrern das Linksabbiegen zu erleichtern und lange Rückstaus zu verhindern. An der Kreuzung Solinger Straße / Burger Landstraße in Solingen soll die Ampelschaltung der neuen Verkehrssituation angepasst werden.

Bauphase 1 (Juni bis September 2016) Weil die Mühlendammbrücke abgerissen und neu errichtet werden muss, wird unterhalb des Busbahnhofs eine Behelfsbrücke eingerichtet. Anwohner können so jederzeit ihre Häuser anfahren; auch Müllabfuhr und in Notfällen die Feuerwehr erreichen so den Mühlendamm. In dieser Zeit wird die Eschbachstraße bei den Brücken-Abrissarbeiten für fünf Tage sowie beim Aufsetzen der Fertigteile zweimal für einen Tag gesperrt. Linienbusse können in dieser Zeit nicht fahren.

Bauphase 2 (Oktober 2016 bis Dezember 2017) Während des Stützwand-Baus wird an Wochentagen in der Zeit von 7 bis 18 Uhr gearbeitet. Weil der Spezialbagger dabei quer steht und immer irgendwo die Fahrbahn blockiert, wird die Eschbachstraße zur Sackgasse. Jeweils betroffene Anwohner können ihre Fahrzeuge auf dem befahrbaren Teilstück parken.

Der Mühlendamm ist nur über die neue Brücke zu erreichen. Die Behelfsbrücke bleibt bestehen, wird jedoch mit einer Schranke versehen. Diese kann nur von Feuerwehr oder dem SWS-Kleinbus passiert werden, der während der Sperrung im Pendelverkehr zwischen Burg Brücke und Busbahnhof verkehrt. In den Abendstunden und an Wochenenden wird die Strecke von Dieselbussen bedient. An der Eschbachstraße gilt dann die Regelung "Anlieger bis Baustelle frei".

Anwohner sind froh, dass das Dauerproblem mit einem präzisen Konzept angegangen wird. Das wurde bei der Infoveranstaltung deutlich. Für die Tieferlegung des Bachbettes sowie die Sanierung der maroden Ufermauern auf einer Länge von 300 Metern durch eine "Bohrpfahlwand" inklusive des Neubaus der Mühlendammbrücke ist eine Bauzeit von 18 Monaten veranschlagt. Autofahrer und Anwohner müssen also noch einige Zeit Einschränkungen in Kauf nehmen.

Quelle: RP
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