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Wermelskirchen
Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter

Wermelskirchen: Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter
Die Arbeitslosenquote sank im vergangenen Jahr von 5,8 auf 4,8 Prozent. Dieser Trend könnte sich dank Industrie und Handel fortsetzen. FOTO: Thinkstock
Wermelskirchen. Laut des aktuellen Konjunkturberichts der IHK Köln steigen die Erwartungen der rheinisch-bergischen Unternehmer hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in 2018. Die positive Folge: Viele Unternehmen planen mit mehr Mitarbeitern. Von Tim Kronner

Der neue Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer Köln (IHK) macht Hoffnung. Denn "das Wirtschaftsklima ist hervorragend", heißt es darin. Grundlage sind die Auskünfte von insgesamt 682 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Köln. Generell gilt: "Gut gefüllte Auftragsbücher und eine ansehnliche Kapazitätsauslastung lassen die Unternehmen optimistisch in das Jahr 2018 blicken."

Das gilt auch für die Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis (RBK). 49 Prozent der Befragten schätzen ihre aktuelle Lage als "gut", 46 Prozent als "gleichbleibend" und nur fünf Prozent als "schlechter" ein. Der größte Positiv-Effekt fällt im Bereich "Erwartungen" auf. Während sich vor dem letzten Quartal 2017 noch ein negativer Trend abzeichnete, zeigt die Kurve für die Erwa rtungen an die Geschäftsentwicklung nun wieder nach oben. 24 Prozent (Vor-Umfrage: 12,2 Prozent) gehen von einer besseren Geschäftslage in den kommenden Monaten aus und nur noch 6,7 Prozent (Vor-Umfrage: 13,4 Prozent) von einer schlechteren. "Die Unternehmen blicken zuversichtlicher in die kommenden zwölf Monate als zuletzt", heißt es im Bericht.

In der Folge wollen die bergischen Unternehmer im laufenden Kalenderjahr expandieren. Darüber dürfen sich vor allem Arbeitnehmer freuen, denn "bei den Unternehmen besteht weiterhin eine Bereitschaft zum Beschäftigungsaufbau." 26,7 Prozent der Unternehmen planen mit mehr Mitarbeitern. Nur noch 9,3 Prozent planen mit weniger Personal. Dieser Trend zeichnete sich schon in den vergangenen Monaten ab, die Zahlen spiegeln sich auch in der Arbeitsmarkt-Entwicklung wieder. Im Dezember 2017 gab es acht Prozent weniger Arbeitslose als im Vormonat und zeitgleich 26 noch offene Stellen. Die Arbeitslosenquote sank im abgelaufenen Kalenderjahr von 6,3 auf 5,5 Prozentpunkte.

Nicht nur in Arbeitskräfte, auch an anderer Stelle planen die bergischen Unternehmer zu investieren. Denn für den Kreis haben die Investitionsabsichten im Vergleich zur Vor-Umfrage nochmals leicht zugenommen. 38 Prozent der Betriebe aus Industrie und Handel wollen mehr investieren als zuvor geplant. Damit steht der RBK besser da als andere Regionen. Dort ist die Investitionsbereitschaft leicht zurückgegangen.

Als Risiko für eine betrieblich erfolgreiche Zukunft sehen die Unternehmer vor allem eines: Den Fachkräftemangel. Grund zur Sorge sind ebenfalls die gestiegenen Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Bei letzteren nennen die Unternehmen die anstehende Regierungsbildung am häufigsten als Risikofaktor. Insgesamt zeichnet die IHK aber ein positives Bild, zu dem der RBK beiträgt: "Neun von zehn Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Die Zeichen stehen auf Wachstum."

Quelle: RP
 
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