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Wermelskirchen
Vandalismus pur: Schild in drei Metern Höhe abgerissen

Wermelskirchen. Das Hinweisschild hing gerade mal 48 Stunden. Da hatten es vermutlich "Vatertags"-Vandalen schon abgerissen. Die Rede ist vom Hinweisschild zum Fußweg von der Telegrafen- zur Kölner Straße.

Claus Füllhase hielt das Schild gestern in der Hand. "Ich bringe das jetzt zum Tiefbauamt der Stadtverwaltung", sagte er. Für diesen Vandalismus hatte Füllhase nur ein Kopfschütteln übrig.

Die Verbindungstreppe zwischen Kölner und Telegrafenstraße ist zwar seit Ende vergangenen Jahres fertig und war zur Nutzung freigegeben. Doch vielen Wermelskirchenern war der Verbindungsweg zwischen Kölner Straße (Café Lotus) und Telegrafenstraße (Löv an der Diakonie) wohl bislang nicht bekannt. Am Dienstag dann wurden zwei Schilder aufgehängt, um diese Abkürzung zu nehmen. Dabei müssen aber 31 Treppenstufen überwunden werden. Zehn Höhenmeter werden so überwunden.

Angebracht sind die blauen Hinweisschilder in über drei Meter Höhe. Da müssen die Vandalen wohl Klimmzüge gemacht haben, wobei die Halterung dem Gewicht nicht standhielt und abriss. Harald Drescher (Tiefbauamt) stufte den Vandalismus auch in die Kategorie "Vatertagsschäden" ein. "In den vergangenen Jahren sind Pollerleuchten sowie ein neu angepflanzter Straßenbaum zerstört worden." Beschädigt, das stellte sich nach dem Wochenende erst heraus, war auch in Tisch im Außenbereich der Schwanen-Grundschule.

Als Füllhase das Schild an der Telegrafenstraße aufsammelte, musste er sich auch Kritik von Bürgern über die neue Verbindungstreppe anhören. Von "Geldverschwendung" war da die Rede, erzählte er. Die Gesamtkosten betrugen 75.000 Euro, knapp 44.000 Euro gab's aus Fördermitteln - denn diese Verbindung ist Teil des Plans zur Innenstadtumgestaltung gewesen.

(tei.-)
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