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Heisser Draht
Verärgert über Streublumen an der Kirche in Hünger

Wermelskirchen. Was vermutlich als nette Geste gedacht war, verärgert nun Anwohner in Hünger. Am Samstag streute eine Hochzeitsgesellschaft an der Kirche viele rote und weiße Plastikblüten. Erlaubt sind aber nur echte Blumen.

Edda Wagner (65) ärgert sich am "Heißen Draht" der BM über diese Art der Umweltverschmutzung, zumal sich die Blüten nicht alle aufsammeln ließen, da der Wind sie bereits an den Grünstreifen neben der Kirche, in Büsche, auf den Gehweg und an die Straße geweht habe.

Pfarrerin Almuth Conrad, die sich ebenfalls über den Plastikblütenzauber ärgert, betont auf Nachfrage unserer Redaktion: "Es passiert immer mal wieder, dass sich Menschen bei einer Hochzeit nicht an die Vorgaben halten. In meinem Garten liegen auch noch Plastikstreublumen von einer Hochzeit aus dem vergangenen Jahr." Richtig aufsammeln könne man die federleichten Blüten eigentlich nur mit einer Pinzette. Der Bräutigam, der zugesagt hatte, die Blumen zu entfernen, sei zum verabredeten Termin nicht erschienen. Die Aufräumarbeiten übernimmt nun Küster Georg Depner. Almuth Conrad ist sich sicher: "Die Blüten wurden nicht aus bösem Willen, sondern aus Gedankenlosigkeit gestreut." Da der Blumenregen aber als "Gruß der Natur" gedacht sei, gehörten weder Plastik- noch Stoffblumen auf das Kirchengelände, stellt sie klar.

Quelle: RP
 
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