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Wermelskirchen
Verbrechen in der Rausmühle - nur im Film

Wermelskirchen: Verbrechen in der Rausmühle - nur im Film
Isabel Bongard (l.) und Antonia Lingemann warten etwas frierend auf ihren Einsatz am Set. Im Hintergrund ist alles für die Filmaufnahmen bereit. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Für den ZDF-Krimi "Mordshunger" bildete das Restaurant in den vergangenen zwei Wochen die Kulisse. Von Bernd Geisler

Große Sorge in Klein-Beken: Die 17-jährige Lara ist verschwunden. Nur ihr Roller liegt verlassen im Maisfeld. Von dem Mädchen keine Spur! Ist sie abgehauen? Oder wurde sie entführt? Vielleicht lebt sie gar nicht mehr? Die Suche in Klein-Beken beginnt.

Klein-Beken ist ein fiktives bergisches Örtchen. Erfunden hat es die Drehbuchautorin Mika Kallwass, gefunden hat es Claus Kottmann. Wo? In der Rausmühle. Kottmann ist im Drehteam der Film- und Fernsehproduktion "NetworkMovie" verantwortlich für das Szenenbild. "Das war eine spontane Entscheidung, sozusagen Liebe auf den ersten Blick", sagt er. Es habe alles zusammengepasst: das Haus, die Landschaft, die ländliche Ruhe der Umgebung.

Davon ist derzeit nicht viel zu spüren. In der Rausmühle wird gedreht für die ZDF-Serie "Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen". Zentraler dörflicher Angelpunkt in Klein-Beken bildet das Restaurant "Bei Britta", also die Rausmühle. Die Filmproduktion nahm das Restaurant mit allem Drum und Dran komplett für 14 Tage in Beschlag. Ab Ortsausgang Löh ist die Strecke hinunter zur Rausmühle für die Öffnetlichkeit gesperrt. Überall herrscht nunmehr reges Treiben. Während Aufnahmeleiter Tobias Knubel sich darum kümmert, dass alles für die nächste Aufzeichnung zur rechten Zeit am richtigen Ort ist, findet Regisseur Marcus Weiler ein bisschen Zeit für ein Gespräch.

Pro Drehtag schaffe das Team nicht mehr als fünf Filmminuten, sagt er und schwärmt dann vom Drehort: "Die bergische Landschaft hier ist einmalig." Er schaut über den Eifgenbach hinweg auf grüne Wiesen, darauf weiden Schäfchen. "Dahinter im Wald wird's dann rauer", sagt er und findet das "für einen Krimi richtig gespenstisch".

Derweil zittern die beiden Darstellerinnen Antonia Lingemann (spielt die Lara) und Isabel Bongard um die Wette. Ihnen ist kalt, am Eifgenbach weht ein frisches Lüftchen. Bereits geschminkt und hergerichtet warten sie auf ihren Einsatz direkt an der Einmündung des Rausmühler Siefens in den Eifgenbach. In dem Moment, in dem sie etwas über sich erzählen wollen, ruft sie jemand hektisch vor die Kamera: Wolken befinden sich im Anmarsch - das wichtige Licht schwindet. Plötzlich ist keine Zeit mehr, es wird hektisch: "Ruhe bitte, wir drehen!" Es mache Spaß, können die beiden Mädels gerade noch hauchen. Dann sind sie weg.

Ein Hauch von Hollywood? Glamour ist etwas anderes, vor dem Ruhm kommt die Arbeit. Davon kann auch Ingo Wahrmann ein Liedchen singen. Der Mitarbeiter der Rausmühle ist ständig vor Ort. Im Moment sorgt er dafür, dass die Pferde auf einer angrenzenden Koppel nicht nervös werden. "Hoffentlich haben wir nicht zu viele Gäste durch die Dreharbeiten verprellt", sagt er. Ab heute ist für ihn die Welt wieder in Ordnung: Die Rausmühle steht wieder allen Gästen offen.

Quelle: RP
 
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