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Wermelskirchen
Verein gewinnt neue Mitglieder bei erstem Frankreich-Abend

Wermelskirchen. Als der Frankreich-Abend des neu gegründeten Vereins Städtepartnerschaft Wermelskirchen-Loches als Nachfolger des vormaligen Arbeitskreises begann, berichtete der Vorsitzende Klaus Flanhardt noch stolz von 58 Mitgliedern. Am Ende des gut zweistündigen Beisammenseins mit Wein und selbst gemachten französischen Snacks freute sich Flanhardt umso mehr: Fünf der knapp 70 Anwesenden hatten eine Mitgliedschaft unterzeichnet. "Ich bin mit der Resonanz mehr als zufrieden", resümierte der Vorsitzende des Vereins, der am 26. Juli diesen Jahres den begehrten Eintrag in das Vereinsregister erhalten hat.

Über den regen Zuspruch auf den Frankreich-Abend, den der Verein ab sofort mindestens einmal im Jahr veranstalten will, staunten auch die beiden 24-jährigen Andreas Hemme und Max Esgen: "Das ist sehr erfreulich. Es sind viele neue Gesichter hier, die wir gar nicht kennen, obwohl wir seit zehn Jahren mit dabei sind." Die beiden Freunde kamen über den Fußball zum ehemaligen Städtepartnerschafts-Arbeitskreis und nach Loches, haben inzwischen in Frankreich viele Freundschaften geschlossen. "Mir hat das sehr viel gebracht. Zum Beispiel ist mir durch die Sprachpraxis in Frankreich meine mündliche Abitur-Prüfung in Französisch viel leichter gefallen", erinnerte sich Max Esgen.

Ebenfalls ein alter Hase bei den Aktivitäten rund um die Städtepartnerschaft ist Andreas Hemme. Für ihn steht fest: "Es gilt, auf die Jugend aufzubauen, darum sollte sich der neue Verein bemühen." Als neues Mitglied bringt sich künftig Ursula Thomasen ein. Die Wermelskirchenerin war 38 Jahre Französischlehrerin an einem Remscheider Gymnasium. Sie kennt die Städtepartnerschaft mit Loches durch das Wermelskirchener Gymnasium, das ihre Tochter besuchte. "Jetzt bin ich im Ruhestand und möchte einen Beitrag leisten. Nur auf dieser Ebene kommen sich zwei Völker näher", ist sich die pensionierte Lehrerin sicher.

Dass nach 42 Jahren des Austausches zwischen Wermelskirchen und Loches eine Vereinsgründung nötig war, unterstrich Angela Hemme, die als Beisitzerin zum Vorstand gehört. "Durch einen übergeordneten Verein können wir eine Verzahnung erreichen, verschiedene Strukturen sollen sich einbringen und nicht alleine vor sich hinwerkeln. Außerdem darf ein Verein natürlich Spenden annehmen." Letztlich bilde der Vorstand mit einem Altersspektrum von 24 bis 75 Jahren (Klaus Flanhardt feierte am gestrigen Sonntag seinen 75. Geburtstag) einen Querschnitt aller Generationen. "Beim Austausch in der Städtepartnerschaft sind Kinder wichtig, sie sind eine große Bereicherung", sagte die 49-Jährige.

(sng)
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