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Wermelskirchen
Vergewaltigung in Notunterkunft? Frau nimmt Anzeige wieder zurück

Wermelskirchen. Der Vorfall wurde bereits am 22. Dezember zur Anzeige gebracht, gestern bestätigte ihn die Polizei nach Recherchen unserer Redaktion: Eine 32-jährige Frau aus Algerien gab bei der Polizei zu Protokoll, in der Flüchtlingsunterkunft in Dabringhausen von einem anderen Bewohner, einem 25 Jahre alten Algerier, vergewaltigt worden zu sein.

"Laut ihrer Aussage handelte es sich bei dem Mann um ihren Verlobten", teilte Polizeisprecherin Claudia Kamman mit. Die beiden Personen hätten sich in der Mehrzweckhalle Dabringhausen kennengelernt, daraus habe sich mit der Zeit eine Liebesbeziehung entwickelt. Das Paar hatte laut Kammann mehrmals einvernehmlichen Geschlechtsverkehr, am 19. Dezember ereignete sich dann der Vorfall. "Die Frau gab an, dass sie keine Lust auf Geschlechtsverkehr hatte, wenn ihr Partner alkoholisiert war", sagte Kammann.

Am besagten Tag habe sie keine andere Möglichkeit gesehen, als die Polizei zu rufen, um sich ihren Partner vom Leib zu halten. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. "Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er wieder entlassen", teilte die Polizeisprecherin mit.

Kurze Zeit später dann eine Wende um 180 Grad: Die 32-Jährige sagte gegenüber der Polizei aus, dass sich der Vorfall doch nicht so zugetragen habe, wie sie es zuvor beschrieben hatte. "Sie hat die Anzeige wegen einer Vergewaltigung wieder zurückgezogen", sagte die Polizeisprecherein. Ob die beiden ihre Beziehung beendet haben oder ob sie immer noch ein Paar sind, wusste Kammann nicht.

(ser)
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