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Wermelskirchen
Versorgungsverband hält den Wasserpreis stabil

Wermelskirchen. Der Wasserversorgungsverband Dabringhausen informierte über das vergangene Jahr. 2016 soll weiter investiert werden.

Angesichts von 1650 versorgten Haushalten war die Anzahl von 15 Teilnehmern bei der Jahreshauptversammlung des Wasserversorgungsverbandes Dabringhausen (WVV) im Restaurant "Markt 57" gering. Nachdem Andreas Siemetzki durch einstimmige Wahl zum Jahreswechsel 2014/15 den Posten des langjährigen Verbandsvorstehers Walter Stahlhacke übernommen hatte, stand bei der jetzigen Hautpversammlung auch nichts Außergewöhnliches auf der Tagesordnung.

In seinem Jahresbericht für das Jahr 2015 verkündete Siemetzki, dass die Rohrnetz-Wasserverluste im Vergleich zu den Vorjahren gleich gering geblieben seien. "Der Wasserverbrauch in unserem Versorgungsgebiet ist gegenüber 2014 leicht um zwei Prozent angestiegen. Bei uns gingen neun neue Mitgliedsanträge ein, woraus sich schließen lässt, dass die Bautätigkeit hier zurzeit bescheiden ist", fasste der Verbandsvorsteher die vergangenen zwölf Monate zusammen. Stimmberechtigte Mitglieder im WVV sind immer die Wasseranschlussinhaber - also Häuslebauer und -besitzer, die ein Objekt selber bewohnen oder vermieten.

Froh ist der WVV darüber, dass der Austausch der alten Gussrohre mit modernen PE-Wasserrohren an der Altenberger Straße mitten im Dorf inzwischen nahezu abgeschlossen ist - lediglich das Teilstück zwischen Bäckerei Gosse und "Markt 57" muss noch in Angriff genommen werden. Das ursprünglich schon für 2014 geplante Teilstück zwischen Feuerwache und Hausnummer 22 wurde im Frühjahr 2015 fertig, ein weiteres Teilstück der Altenberger Straße planmäßig auch im vergangenen Jahr.

Im Jahr 2014 erlöste der WVV aus seiner Haupteinnahmequelle, den Wasserversorgungsverträgen, einen Umsatz von knapp 450.000 Euro. Knapp 220.000 Euro mussten für Material aufgewendet werden. Der Bilanzgewinn 2014 beträgt fast 5200 Euro. Der WVV arbeitet nicht gewinnorientiert, Körperschaftssteuer fällt nicht an, weil ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr zu Buche schlägt. Im Haushaltsplan für 2016 rechnet der WVV mit Einnahmen von 530.500 Euro, der größte "Batzen" ist das Wassergeld mit 450.000 Euro. Bei den Ausgaben plant der WVV ebenfalls mit 530.500 Euro. Hier stieg vor allem die Position "Neuanschaffung" von 8000 auf 23.000 Euro, da die Anschaffung eines eigenen Werkstattwagen geplant ist.

Stephan Theil, der die Buchhaltung prüft, attestierte dem WVV eine "solide Aufstellung": "Der Verband steht gut da. Alle geplanten Maßnahmen wurden umgesetzt und finanziert." Nach der Wasserpreiserhöhung um sieben Cent pro Kubikmeter in 2013 sei der Verband trotz steigender Kosten zumindest in der Lage, den jetzigen Wasserpreis stabil zu halten. Die Versammlung entlastete den Vorstand und billigte den Haushaltsplan für das laufende Jahr einstimmig.

(sng)
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