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Wermelskirchen
VHS bleibt wohl mindestens bis 2018 an Realschule

Wermelskirchen: VHS bleibt wohl mindestens bis 2018 an Realschule
FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Die Übergangslösung im Pavillon der Realschule wird länger genutzt. Der Standort sei nicht ideal, sagt der VHS-Leiter. Von Walter Schubert

Im Juli 2016 zog die Volkshochschule (VHS) von der Burger Straße in den Pavillon der Realschule an der Rot-Kreuz-Straße. Die Räume im sogenannten Schöpp-Gebäude wurden an Obi vermietet und mussten kurzfristig geräumt werden. Damals sprachen alle Beteiligten noch von einer "Übergangslösung". "Es gibt bei der Stadt die Absicht, dass wir im Frühjahr 2017 in die Räume der ehemaligen Polizeiwache an der Telegrafenstraße ziehen", sagte VHS-Leiter Klaus Miesen im Juli. Doch die aktuelle Entwicklung hat die Pläne verändert. Die ehemalige Polizeiwache soll nun eine neue Fassade bekommen, und im Inneren wird saniert und umgebaut, um Flüchtlinge unterzubringen.

So wird der provisorische Standort der VHS wohl mindestens bis 2018 erhalten bleiben. Darauf angesprochen zeigt sich Miesen ein wenig enttäuscht. "Wermelskirchen hat eine richtig gute Schullandschaft mit tollen Schulen", sagt er und nennt als Beispiel die Pestalozzischule, die Gesamtschule und die neue Waldschule. "Nur die VHS mit der Erwachsenenbildung hängt immer so ein bisschen hinten an."

Der Standort mitten im Herzen der Stadt, direkt neben dem Rathaus, wäre für die VHS einfach optimal gewesen, meint der VHS-Leiter. "Es wäre ein Statement gewesen, eine Anerkennung und Aufwertung unserer Arbeit." Er macht der Verwaltung aber keine Vorwürfe. "Die werden ja auch immer wieder mit neuen Situationen und Zahlen überrascht und müssen kurzfristig reagieren", sagt Miesen. Die Anzahl der Räume und die Größe sind am Stadtort Realschule in Ordnung. "Wir haben ja jetzt ehemalige Klassenräume für mehr als 30 Schüler. Die Obergrenze für VHS-Kurse liegt bei 20 Teilnehmern. Das passt schon." Nur der Standort sei eben nicht gut. "Fußläufig sind wir schwer zu erreichen", sagt Miesen. "Nach aktueller Planung müssen wir uns aber wohl bis ins Jahr 2018 noch gedulden."

Verstärkt wird nun für den Übergangs-Standort geworben. "Die Leute müssen uns ja finden", sagt Miesen. Rund 3500 Menschen aus Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen nutzen die 350 Kurse pro Semester. Die Deutsch- und Integrationskurse werden von immerhin 600 Kursteilnehmern besucht. Die Devise heißt nun: renovieren, sich einrichten und gleichzeitig sparen. Denn es ist ja eine Übergangslösung - hofft jedenfalls Klaus Miesen.

Quelle: RP
 
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