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Wermelskirchen
VHS erhöht Honorare und Kursgebühren

Wermelskirchen. Lehrkräfte sollen zum Herbstsemester 2016 einen höheren Stundenlohn bekommen. Dieser war zuletzt 2005 angepasst worden. Durch eine Erhöhung der Kursgebühren soll dies mitfanziert werden. Von Sebastian Radermacher

Wer ab dem Herbstsemester 2016 bei der VHS Bergisch Land einen Kurs bucht, der wird dann aller Voraussicht nach eine höhere Gebühr bezahlen müssen als bislang. Die VHS plant, die Teilnahmeentgelte für die einzelnen Tarife um jeweils 15 Cent pro Unterrichtsstunde (45 Minuten) anzupassen. Diesen Vorschlag stellt die die VHS-Verwaltung der Verbandsversammlung vor, die am 1. Dezember wieder tagt. In einer Sondersitzung im März 2016 soll die Änderung beschlossen werden.

Zwei Beispiele: Das Entgelt für eine Unterrichtsstunde im Normal-Tarif liegt aktuell bei 2,50 Euro, in der neuen Fassung steigt es auf 2,65 Euro. Angebote im EDV-Bereich kosten derzeit vier Euro pro Unterrichtsstunde, das Entgelt erhöht sich auf 4,15 Euro. Dadurch soll eine Erhöhung der Honorare der VHS-Lehrkräfte (für Kurse und Arbeitsgemeinschaften) mitfinanziert werden, die ebenfalls zum Herbstsemester 2016 erfolgen soll.

Zum Hintergrund: In der Vergangenheit, so berichtet die VHS-Verwaltung, haben sich die Beschwerden aus dem Dozentenkreis bezüglich der Honorarhöhe gehäuft. Die letzte Erhöhung der Stundensätze erfolgte 2005. "Die Lehrkräfte erwarten eine Anpassung mit Blick auf die allgemeine Lohnentwicklung." Die Gefahr für die VHS: Werden die Honorare nicht erhöht, drohen Lehrkräfte von anderen Bildungsträgern mit höheren Honoraren oder Festanstellungen abgeworben zu werden. Ein Vergleich mit den anderen Volkshochschulen im Regierungsbezirk Köln zeige zudem, "dass die hiesigen Honorarsätze am unteren Rand liegen", teilt die VHS-Verwaltung mit. Daher schlägt sie vor, die Fachstundensätze für Kurse und Seminare um jeweils 1,50 Euro zu erhöhen. Demnach sollen Lehrkräfte für Kurse mit erhöhtem Aufwand (EDV- oder Integrationskurse) statt bislang 20,50 künftig 22 Euro pro Unterrichtsstunde erhalten. Für "normale Kurse" soll es 20 statt bisher 18,50 Euro geben, für nicht akademische Kurse (Eltern-/Kind-Kurse, Kinderbetreuung etc.) 18 statt 16,50 Euro. Neu ist auch: In begründeten Einzelfällen kann das Regelhonorar nach Beschluss des VHS-Leiters überschritten werden, etwa wegen eines besonderen Aufwandes oder des Marktwertes der Lehrkraft.

Quelle: RP
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