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Wermelskirchen
VHS öffnet ab Montag ihr neues Domizil

Wermelskirchen: VHS öffnet ab Montag ihr neues Domizil
VHS-Leiter Klaus Miesen ist ab Montag offiziell an der Rot-Kreuz-Straße in Wermelskirchen erreichbar. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Der Umzug aus der Zentrale an der Burger Straße in den Pavillon der Realschule ist fast abgeschlossen. Die letzten Kartons müssen noch ausgepackt, die Technik installiert werden. Die neuen Räume sind aber nur eine Übergangslösung. Von Sebastian Radermacher

Die Volkshochschule Bergisch Land, bisher angesiedelt an der Burger Straße im sogenannten Schöpp-Gebäude, hat den Umzug in den Pavillon der Realschule an der Rot-Kreuz-Straße fast beendet. Bevor die VHS ab Montag offiziell in ihrem neuen Domizil erreichbar sein wird, müssen VHS-Leiter Klaus Miesen und sein Team in den Unterrichts- und Verwaltungsräumen in den nächsten Tagen noch einige Umzugskartons ausräumen.

Außerdem macht der E-Mail-Server noch ein paar Probleme. Aber: "Alles, was wir brauchen, haben wir bereits hier. Der Umzug verlief absolut reibungslos. Wir danken der Stadtverwaltung, die alles bis ins Detail organisiert hat", sagte Miesen gestern bei einem Rundgang durch die neuen VHS-Räume.

Die Volkshochschule musste die bisherigen Räume bis Ende des Monats verlassen, weil bereits neue Mieter vor der Tür stehen: Obi wird die mehr als 800 Quadratmeter Fläche an der Burger Straße nutzen. Es wird auch nicht der letzte Umzug der VHS innerhalb Wermelskirchens sein. Denn die Unterbringung im Pavillon der Schule ist lediglich eine Übergangslösung.

"Es gibt bei der Stadt die Absicht, dass wir im Frühjahr 2017 in die Räume der ehemaligen Polizeiwache an der Telegrafenstraße ziehen", sagte Miesen. Ob dieser Zeitplan einzuhalten sein wird, bleibe abzuwarten. "Die Sanierung der Fassade und der Räume muss komplett abgeschlossen sein - erst dann können wir einziehen", betonte er. Die ehemalige Wache muss komplett saniert und für die Bedürfnisse einer VHS-Verwaltung mit Unterrichtsräumen umgebaut werden.

Im neuen Domizil an der Rot-Kreuz-Straße findet die VHS die gleiche Anzahl an Räumen vor wie an der Burger Straße. Auf zwei Etagen verteilt gibt es fünf Unterrichtsräume sowie insgesamt zehn Büros für die Fachbereichsleiter und Verwaltungskräfte. Der Unterschied zur Burger Straße: "Die Räume hier sind wesentlich größer", erläutert Miesen. Im Schnitt bieten die Räume jetzt Platz für 32 Kursteilnehmer, die Obergrenze für VHS-Kurse liegt bei 20 Teilnehmern. "Das ist vom Platz her echt komfortabel. Das sind richtige Tanzsäle", sagt Miesen mit einem Lächeln. Der EDV-Raum ist zum Beispiel so groß, dass er sowohl für EDV-Kurse, als auch für sonstige Veranstaltungen genutzt werden kann.

Vor allem mit Blick auf die zahlreichen Deutsch- und Integrationskurse mit mehr Teilnehmern als in den übrigen Kursen sei es nun gut, dass ausreichend Platz vorhanden sei. In den nächsten Wochen möchte die VHS verstärkt in der Öffentlichkeit für ihren neuen (Übergangs)-Standort werben. Miesen: "Wir müssen die Menschen darauf aufmerksam machen. Die Leute müssen uns hier finden." Insgesamt gibt es etwa 3500 Menschen aus den drei Städten Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen, die das Kursangebot der VHS nutzen. Die VHS bietet rund 350 verschiedene Kurse pro Semester an. Aktuell läuft die Anmeldung für das zweite Halbjahr. Die Kurse beginnen Anfang September, die Deutsch- und Integrationskurse (insgesamt etwa 600 Kursteilnehmer) starten bereits früher.

Für die zehn Mitarbeiter (Organisation und Verwaltung) war der Umzug eine stressige Zeit. In den ersten drei Ferienwochen musste eine Urlaubssperre verhängt werden. Jetzt hätten sich die Mitarbeiter ihren Urlaub aber verdient, betont Miesen. Für ihn war der erste äußere Eindruck des neuen VHS-Domizils gewöhnungsbedürftig, denn der Pavillon könnte eigentlich eine Rund-um-Sanierung vertragen. "Wenn man das Gebäude betritt, entsteht aber schnell ein ganz anderer Eindruck", sagt er.

Die VHS müsse nun einen Mittelweg finden zwischen Renovierungsarbeiten, um den Standort für Besucher attraktiv zu gestalten, und Sparmaßnahmen, da es ja nur eine Übergangslösung ist - und das hoffentlich für nicht allzu lange Zeit.

Quelle: RP
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