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Wermelskirchen
Viele pfiffige Ideen auf dem 44. Kreativmarkt

Wermelskirchen. Eines war von den Besuchern des 44. Kreativmarkts in der Kattwinkelschen Fabrik am vergangenen Wochenende besonders gefragt: Ein locker sitzender und gut gefüllter Geldbeutel. Von Wolfgang Weitzdörfer

Denn die gut 50 Aussteller aus der ganzen Region hatten sich nicht nur einige wirklich pfiffige Ideen für ihr Kunsthandwerk einfallen lassen, sondern präsentierten diese auch auf sehr ansprechende Art auf dem ganzen Areal der Katt. Gleich am Eingang konnte man kunstvolle Schieferarbeiten sehen, ein gelungener und symptomatischer Einstieg in einen Kunsthandwerk-Rundgang der besonderen Art.

Da war im großen Saal etwa Günther Burkardt aus Solingen, der seine Drechselmaschine aufgebaut hatte und den Besuchern so live zeigen konnte, wie seine Stücke entstehen. Eindrucksvoll war das, zu sehen, wie die Späne flogen, wie aus einem ungeformten Holzstück ein filigranes Werkstück wurde. Auch seine fertigen Werke, vor allem schön geschwungene Schalen oder pittoreske Flaschenöffner, wussten zu gefallen. Gabriele Lacey aus Wermelskirchen hatte nur einen kurzen Anfahrtsweg. Lacey war zum zweiten Mal mit ihrer Holzkunst dabei: "Ich war im vergangenen Jahr bei der Bergischen Weihnacht in der Katt. Das war durchaus erfolgreich." Der Fantasie waren im Kreativen ganz offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Da war etwa der Stand von Wolfgang Hundel, der die Technik Oritmo präsentierte. Das eher unbekannte Kunsthandwerk verzaubert Buchseiten in Tiere, Schmetterlinge oder Worte wie "Love" oder "Danke". Eine durchaus aufwendige Technik, wie Hundels Partnerin Heike Hensberg bestätigte: "Für das Wort 'Danke' braucht mein Mann etwa fünf Stunden."

Auch Petra Kroll hatte sich einer eher unbekannten Technik verschrieben: "Ich mache Kunst aus alten Schallplatten", sagte die junge Frau aus Burscheid. Das waren Schalen genauso wie bestickte Uhren. Bestickt? "Mir ist irgendwann die Idee gekommen, dass ich doch die Platten mit Nadel und Faden verschönern könnte", sagte Kroll schmunzelnd. Dabei bohrt sie zunächst das Muster in die Vinylscheiben vor und fädelt dann verschiedenfarbige Fäden durch die Löcher. Eine witzige Idee - und etwa als Uhr bestimmt ein Blickfang.

Der Rundgang machte Spaß. Immer das hoffentlich gut gefüllte Portemonnaie beim Bummel durch die verwinkelte Katt in der Hand.

Quelle: RP
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