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Wermelskirchen
Volksfeststimmung bei Freundschaftsspiel

Wermelskirchen: Volksfeststimmung bei Freundschaftsspiel
Olaf Thon und all die anderen Spieler der Traditions-Elf liefen mit dem heimischen Nachwuchs ins Eifgen-Stadion ein. FOTO: jürgen moll
Wermelskirchen. Das erhoffte einstellige Ergebnis mit nicht mehr als neun Gegentoren verfehlten die TuRa Pohlhausen Allstars im Freundschaftsspiel gegen die Traditions-Elf von Schalke 04 am Samstag im Eifgen-Stadion deutlich: Am Ende stand es 2:14. Die 500 Besucher nahmen es gelassen. Immerhin hatten die TuRaner zweimal das Leder im gegnerischen Tor versenkt und sich mehrfach gute Torchancen erarbeitet. Aber alleine vor dem gegnerischen königsblauen Torwart nur mit einem Ball vor den Füßen, schien das Tor ganz klein zu werden, der Keeper zum riesengroßen Monster und der Rasen glatt wie Schmierseife - die Polhausener vergaben beste Chancen. Von Bernd Geisler

Trotzdem hatte das Publikum auf der gut besetzten Tribüne seinen Spaß, lockere Volksfeststimmung machte sich breit. Das lag auch an der Wurstbude mit Brat- und Currywürsten, an der Kaffeebude mit verführerisch duftenden, frisch gebackenen Waffeln und dem obligatorischen Getränkestand, der bei strahlendem Sommerwetter für die innere Abkühlung sorgte.

Viele Besucher outeten sich durch ihr königsblaues Trikot als Schalke-Fans, die ihre traditionell ins Herz geschlossenen Idole wie Olaf Thon, Weltmeister von 1990, wiedersehen wollten. Er war der mit Abstand meist fotografierte Schalker. Der "Flankengott vom Kohlenpott" Rüdiger Abramczik saß auf der Trainerbank, und auch "Eurofighter" Martin Max (Uefa-Cup-Sieger 1997) hatte die Fußballschuhe geschnürt. "Fallrückzieher-Meister" Klaus Fischer war jedoch verhindert.

Kurz nach 18 Uhr pfiff Bürgermeister Rainer Bleek das Spiel an. Die Fußballrecken starteten gemächlich. Lustige Kommentare auf der Tribüne machten die Runde: "Da kannst du mit Hundert noch mitspielen" oder "Die wollen den Ball reintragen". Eine neue Regel sollte eingeführt werden: "Nach drei Eckstößen jeweils ein Elfmeter."

Gleichwohl brandete bei jeder gelungenen Aktion von TuRa-Torwart Frank Bruchertseifer Jubel auf. Dann aber nach zehn Minuten das erste Tor für Schalke. Elf Minuten später jedoch schoss Arndt Köhler das 1:1. Hoffnung machte sich unter den Zuschauern breit. Das einstellige Ergebnis schien jetzt doch in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Schalke-Fan Wolfgang Birker, seit 1970 Mitglied der "Knappen", machte sich keine Sorgen. Er hatte Ernst Kuzorra noch persönlich kennengelernt. Seine Zuversicht bestätigte sich: In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeitpause schoss Schalke fünf Tore, die restlichen Treffer lieferten die Königsblauen nach Lust und Laune nach.

Doch die Stimmung im Eifgen blieb. Das Ergebnis war ohnehin zweitrangig.

Quelle: RP
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