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Wermelskirchen
Wahlkampf für 2017 hat bei der CDU bereits begonnen

Wermelskirchen. Mit dem Besuch des Landtagsabgeordneten Rainer Deppe wurden die Mitglieder des CDU-Ortsverbands schon auf die Wahlen in 2017 eingestimmt. Im nächsten Jahr stehen in NRW Landtags- und Bundestagswahl an.

Deppe berichtete bei der Jahreshauptversammlung von seinen Erfahrungen im Landtag. "Die Zusammenarbeit in der rot-grünen Koalition läuft nicht rund", sagte er und führte folgende Beispiele an: "NRW belegt von den 16 Bundesländern beim wirtschaftlichen Wachstum den letzten Platz, und die Kinderarmut in NRW steigt im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern." Als umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion kritisierte er die geplante Einführung der "blauen Plakette" für Umweltzonen. "Damit würden über 95 Prozent aller Dieselfahrzeuge aus den Innenstädten verbannt, und alle sind benachteiligt, die sich kein Fahrzeug mit der Euro-6-Norm leisten können." Deppe folgerte: "Die Regierung Kraft ist kraftlos und reif für die Abwahl."

Der Vorsitzende Randolph Schmidt berichtete anschließend: "Unsere Aktivitäten wie das Sommerfest, die Stadtführung oder der politische Aschermittwoch stehen auch Nichtmitgliedern offen, und das wurde auch angenommen." Diese und weitere Aktionen sind auch für dieses Jahr geplant. "Die CDU in Wermelskirchen ist die einzige Partei, die auch neben den Wahlkämpfen aktiv in der Öffentlichkeit auftritt", sagte Schmidt. "Unser ,Elferrat' (der Vorstand mit elf Mitgliedern, Anm. d. Red.) hat eine gute Zusammenarbeit gefunden", sagte er. "Der Ortsverband ist Ansprechpartner für die Bürger, egal ob sie in der CDU sind oder nicht."

Damit der Kontakt zu den Mitgliedern noch besser wird, wurde, wie auf Bundesebene, eine neue Position geschaffen: Heike Lehmann wurde zunächst für ein Jahr zur Mitgliederbeauftragten gewählt. "Im Kleinen und im Großen wird die Parteiarbeit neu organisiert", betonte Christian Klicki, Vorsitzender des Stadtverbands und Ratsmitglied. "Das gilt für die Bundesebene bis hin zu den Kommunen." Alle etablierten Parteien hätten einen Mitgliederschwund zu verzeichnen. "Wir müssen darauf reagieren und verstärkt die neuen Medien nutzen, und der Ortsverband muss Ansprechpartner für die Bürger sein", sagte Schmidt.

Der Vorstand wurde dann auf der Jahreshauptversammlung einstimmig entlastet.

(wsb)
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